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Der TSV 1860 München kämpft um den Aufstieg und eine Stadionlösung. Doch wie geht es mit Hasan Ismaik weiter? Die Löwen stehen vor einem Schicksalsjahr.

In wenigen Stunden ist es zu Ende, das aus Sicht des TSV 1860 München turbulente 2025. Die Kurzbilanz: Sportlich war es eine Achterbahnfahrt, der Personalverschleiß wie üblich hoch, kurzzeitig knallten die Sektkorken, doch weder der Ismaik-Exit klappte – noch sind die Volland/Niederlechner-Löwen vorzeitig aufgestiegen, wie das viele auf dem Peak der Rückkehrer-Euphorie erwartet hatten. Kurzum: Es ging rauf mit den Emotionen und runter. Langweilig war es nie – letztlich also ein ganz normales Löwen-Jahr.

Wie wird die Zukunft, Siri? 1860-Präsident Mang.Wie wird die Zukunft, Siri? 1860-Präsident Mang. © IMAGO/Ulrich Wagner

Und wie wird 2026? Man braucht nicht die größte Glaskugel, um vorherzusagen, dass dem Giesinger Kultverein ein Schicksalsjahr ins Haus steht. Kommt es zur sportlichen Erlösung, sprich dem Aufstieg? Machen Stadt und Verein endlich Nägel mit Köpfen in der Stadionfrage? Und nicht minder spannend: Was plant Hasan Ismaik, um den es seit dem geplatzten Anteilsverkauf ziemlich still geworden ist? Drei wegweisende Themen – unsere Zeitung ordnet sie ein und wagt die Prognose: Auch 2026 wird kein Jahr, in dem die Löwen die Schlagzeilen der Triple-Mission des Stadtrivalen überlassen…

Präsident Mang glaubt weiter fest an Aufstieg des TSV 1860 München

Aufstiegsmission: Er hatte das entspannteste Leben, trieb Sport, war für die Familie da – bis der Anruf von Manfred Paula kam. Markus Kauczinski (55) hat sich Anfang Oktober gegen den Vorruhestand entschieden – und für eine der größten Herausforderungen, die der deutsche Fußball bereithält. Bislang mit Erfolg! Nach neun Spielen unter Kauczinski (sechs Siege, drei Niederlagen) sind die Löwen zurück in der erweiterten Spitzengruppe – und bei nur noch vier Punkten Rückstand auf Platz drei in den Angriffsmodus übergegangen.

Richtig so, denn wann, wenn nicht mit diesem Kader, sollte der ersehnte Aufstieg gelingen? In 19 Spielen ist alles möglich. Gernot Mang jedenfalls glaubt an den großen Traum. Auf die Frage, ob es beim Heimfinale gegen Ingolstadt am 9. Mai um den Aufstieg gehen werde, sagte er zu unserer Zeitung: „Ich sag jetzt mal mutig: Ja. Auch wenn ich dann Ärger kriege mit Sportchef und Trainer…“

Ismaik-Exit: Mang weiß: Das Problem, das bei einem Nichtaufstieg droht, könnte ungleich größer sein. Die Frage, die sich dann stellen würde: Hätte 1860 genug Geld, um auch 2026/27 einen Aufstiegskader zu finanzieren? Wohl eher nicht, wenn Ismaik an seinen Exit-Plänen festhält und sich bis zum Sommer kein solventer Käufer seiner Anteile findet. Bei einem Treffen im Hotel Charles stellte Ismaik im Juli klar, dass er es leid ist, Jahr für Jahr das Löwen-Defizit auszugleichen. Die aktuelle Saison sei abgesichert, betont Mang, lässt aber offen, ob das auch für die Spielzeit danach gilt. Dreht Ismaik dann wie angekündigt den Geldhahn zu, hätten die Löwen ab Sommer nur noch einen Basis-Etat zur Verfügung.

Stadionfrage: Nicht nur beim Thema Aufstieg geht Mang in die Offensive, auch beim Dauerthema Stadion macht er Druck – mit eindeutigem Bekenntnis zum Standort Giesing. Dabei spielt es Mang in die Karten, dass auch OB Dieter Reiter das Thema vom Tisch haben will, möglichst schon 2026. Die angestrebte Erbpachtlösung könnte einige Probleme lösen (deutlich mehr Plätze, Umbau im Bestand), wobei dann noch zu klären wäre, wer den Umbau finanziert. Mang gibt sich auch hier optimistisch. Der Austausch mit der Stadt sei „eng und konstruktiv. Wenn beide Seiten wollen, wäre es fatal, diese Chance nicht zu nutzen. Aktuell sehe ich die Wahrscheinlichkeit bei über 50 Prozent.“