Bereits viele Stunden vor dem Jahreswechsel gab es in Duisburg Ärger mit randalierenden Jugendlichen: Am Montagabend schossen bislang Unbekannte mit Raketen und Böllern auf Straßenbahnen der Linie 903 in Hochfeld. Auch das Sicherheitspersonal der Duisburger Verkehrsgesellschaft (DVG) wurde attackiert.

Wie die DVG mitteilt, hat die Leitstelle deshalb gegen 22 Uhr entschieden, die Bahnen nicht mehr durch Hochfeld fahren zu lassen. Sie wurden zwischen Platanenhof und Fischerstraße über die Düsseldorfer Straße umgeleitet. Dadurch wurden die Pauluskirche und der Bahnhof Hochfeld Süd bis Betriebsschluss nicht mehr angefahren.

Nach Angaben eines DVG-Sprechers wurden mehrere Fahrzeuge der Linie 903 zum Ziel der Böller-Attacken, über die Vorfälle hatten die Fahrer der Leitstelle berichtet. Schäden an den Straßenbahnen wurden nicht entdeckt. Die Kameras der DVG haben zwar Videomaterial aufgenommen, die Jugendlichen seien darauf aber nicht zweifelsfrei zu erkennen, heißt es.

Am Dienstagmorgen ist die Linie 903 dann wieder auf der gewohnten Strecke unterwegs gewesen. Das wird auch vorerst so bleiben, teilt die DVG mit. An Silvester werde man die Lage genau beobachten, die Bahnen sollen zunächst wie geplant fahren. Schließlich habe man einen Beförderungsauftrag, so der Sprecher der DVG. Die Fahrer werden von Sicherheitspersonal begleitet.

Zudem hat die Polizei bereits angekündigt, rund um die Pauluskirche eine Videobeobachtung einzurichten. Das Material der Kameras wird dazu live von Beamten angeschaut, aber nicht gespeichert.

Bereits 2022 war es an Silvester und auch an Halloween zu ähnlichen Vorfällen in Hochfeld gekommen, regelmäßig musste die DVG die Bahnen der Linie 903 deshalb umleiten. Unter anderem flogen damals sogar Böller in die Bahnen.