Üstra-Tickets, Müllgebühr, OB-Wahl

Das ändert sich 2026 in Hannover

30.12.2025 – 12:33 UhrLesedauer: 3 Min.

Straßenbahn in Hannover: Die Tickets werden ab Januar 2026 teurer.Vergrößern des Bildes

Straßenbahn in Hannover: Die Tickets werden ab Januar 2026 teurer. (Quelle: Rust/imago)

In Hannover stehen 2026 einige Änderungen im Alltag bevor. Von höheren Müllgebühren über teureres Parken – die Bürger müssen sich vor allem auf steigende Kosten einstellen.

Neue Regeln bringen im neuen Jahr zahlreiche Änderungen für Hannoveraner. Von höheren Müllgebühren und längeren Bahnfahrten – eine Auswahl:

Die Straßenreinigung in Hannover wird teurer. Bei einer wöchentlichen Reinigung steigen die Gebühren um 7,89 Prozent, so die Abfallwirtschaft Region Hannover (Aha). Die monatliche Gebühr je Frontmeter erhöht sich demnach von 0,76 Euro auf 0,82 Euro. Die neuen Gebührensätze sollen für die kommenden zwei Jahre gelten.

Wer ein Haus in der Region Hannover hat, muss auch für die Abfuhr der Restmülltonne mehr bezahlen: Eine Familie mit drei Personen beispielsweise zahlt künftig monatlich 15,38 Euro für die Restmülltonne und damit 1,32 Euro mehr als bisher. Das geht aus einer Pressemitteilung der Aha hervor.

Bereits mit dem Fahrplanwechsel am 14. Dezember 2025 gab es eine kleine Änderung bei der Türöffnung der Stadtbahnen: An oberirischen Haltestellen der Üstra öffnen sich die Türen nun an allen Tagen in der Zeit von 6 bis 20 Uhr automatisch – unabhängig von der Fahrgastanzahl am Bahnsteig. Bisher war das nur Montag bis Freitag bis 19 Uhr der Fall, sofern fünf oder mehr Fahrgäste am Bahnsteig warteten.

Ab dem 1. Januar 2026 gibt es noch eine weitere Änderung an den oberirdischen Stadtbahnhaltestellen: Dann darf dort nicht mehr geraucht und kein Alkohol getrunken werden. Diese Regelung gilt bereits für unterirdische Haltestellen.

Zudem erhöhen sich mit dem Stichtag die Ticketpreise. Eine Einzelkarte (eine Zone) kostet dann statt der bisherigen 3,60 Euro 3,70 Euro. Für zwei Zonen werden 4,70 Euro fällig (bisher 4,50 Euro) und für drei Zonen 5,70 statt 5,50 Euro. Tageskarten für eine Zone werden 20 Cent teurer (7,40 statt 7,20 Euro). Bei Tageskarten für zwei und drei Zonen werden 40 Cent mehr fällig als im vergangenen Jahr.

Dafür könnte es im Dezember 2026 mehr Komfort geben: Die Üstra geht aktuell davon aus, dass dann die ersten der insgesamt 59 neuen Stadtbahnen ausgeliefert werden. Fahrgäste können somit vielleicht schon Ende des Jahres in dem Modell TW4000 sitzen.

Wer sich angesichts der teureren ÖPNV-Tickets ein Auto anschaffen will, sollte bedenken: Auch das Anwohnerparken soll im neuen Jahr teurer werden. Statt der bisherigen 30 Euro soll ein Anwohnerparkausweis künftig 96 Euro kosten, plant die Ratsversammlung. Die neuen Preise gelten voraussichtlich ab Februar.