Die Vorbereitungen für den letzten Abend des Jahres in München laufen auf Hochtouren: Bereits seit Sonntag wird an der Ludwigstraße zwischen Siegestor und Odeonsplatz die Silvestermeile aufgebaut, bis zu 15 000 Besucherinnen und Besucher werden laut Pressesprecherin Katrin Strauch erwartet, Kapazitäten gäbe es aber auch noch für ein paar mehr. Wie viele Karten schon verkauft sind, will Strauch am Montag nicht verraten, nur so viel: „Es sind noch Tickets da.“ Auch eine digitale Abendkasse, an der man via QR-Code vor Ort Tickets kaufen kann, wird es daher geben, ebenso eine besetzte Abendkasse am nördlichen Eingang auf Höhe der Giselastraße.

Auf der Silvestermeile erwartet die Besucherinnen und Besucher heuer zum ersten Mal eine von mehreren Künstlerinnen und Künstlern konzipierte Laser- und Lichtershow: Die gesamten 800 Meter werden illuminiert, zudem werden einige Gebäude mittels Video-Mapping zur Leinwand; die Lichter, die die Ludwigskirche erleuchten, können von den Zuschauenden sogar interaktiv gesteuert werden, während von drinnen Orgelmusik ertönt.

Feiern ins neue Jahr

:Die größten, höchsten und längsten Silvesterpartys in München

Die letzte Entscheidung des Jahres: Feiert man auf der neuen Silvestermeile oder auf dem Tollwood? Schick im P1 oder rockig im Backstage?  Für 600 Euro im Hotel oder bei freiem Eintritt in Schwabing? Ein Überblick über die besten Partys zum Jahreswechsel.

Der Höhepunkt um Mitternacht ist die Inszenierung von Komponist Beni Brachtel, die für etwa eine Viertelstunde „die gesamte Ludwigstraße in ein audiovisuelles Gesamtkunstwerk verwandeln wird“, wie es in einer Pressemitteilung heißt. Eine etwas kürzere Version für alle, die so lange nicht warten können oder wollen, ist bereits für etwa 21.45 Uhr geplant. Den ganzen Abend über, sprich von 19 bis 1.30 Uhr, gibt es die Möglichkeit, sich an den diversen Foodtrucks und Getränkeständen mit Burgern, Bowls, Glühwein und Bier einzudecken; am Geschwister-Scholl-Platz wird zudem in Kooperation mit dem bayerischen Landwirtschaftsministerium eine „Genussinsel“ mit regionalen Speisen aufgebaut.

Das Wetter ist für den 31. Dezember vergleichsweise gut angesagt, und sofern es nicht zu einer Extremwetterlage kommt, findet die Silvestermeile auch auf jeden Fall statt. Weil aber Winter ist, dürfte es trotzdem ziemlich kalt werden. Wer da keine Lust hat, draußen zu feiern, der kann zum Beispiel auf die Silvesterparty vom Tollwood ausweichen: Hier rechnen die Veranstalter wie schon in den Vorjahren mit rund 10 000 Besucherinnen und Besuchern, noch aber gibt es Karten und auch eine Abendkasse wird es, aller Voraussicht nach, geben. Pressesprecherin Stefanie Kneer empfiehlt aber auch Kurzentschlossenen, ihre Tickets online zu kaufen – so spare man sich das Anstehen in der Kälte.

Ein klassisches Feuerwerk wird es auch auf der Theresienwiese nicht geben, stattdessen wird um null Uhr „An der schönen blauen Donau“ für einen Mitternachtswalzer angestimmt. Davor und danach kann in drei Zelten, im Food-Plaza sowie dem Außenbereich gefeiert, getrunken und gegessen werden. Neu ist in diesem Jahr, dass die DJs vom Club Harry Klein ins Mercato-Zelt ziehen, damit wollen die Veranstalter der Nachfrage nach Elektrotunes mit etwas mehr Platz Rechnung tragen. Für alle, die es poppiger mögen, sind im Bazar-Zelt einmal mehr Jamaram am Start, unterstützt von Sascha Seelemann. Im Hexenkessel läuft bis spät in die Nacht rockige Tanzmusik. Offiziell kann am Tollwood open end gefeiert werden, erfahrungsgemäß gehen die Lichter aber zwischen drei und vier Uhr morgens aus.

Wo sonst noch ins neue Jahr gefeiert wird? Im Kunstkraftwerk Bergson zum Beispiel, im Muffatwerk, im Casino Royal im Bayerischen Hof, im Legal Club, im queeren New York Club oder aber über den Dächern der Stadt in der Bar Frau im Mond. Und auch wenn die Tickets teilweise langsam knapp werden: Noch gibt es für all diese und noch viele weitere Events Karten.

Wofür indes keine Reservierung möglich ist: für Silvester in der Sauna. Diese besondere Art, ins neue Jahr reinzufeiern, bietet das Hotel Deutsche Eiche an. Hier lautet das Motto: first come, first served. Das gilt so übrigens auch in vielen Bars der Stadt, von denen die meisten an Silvester geöffnet haben werden. Deshalb ist – Sauna hin oder her – auch eines nahezu sicher: Bei der Breite des Angebots ist am Ende vermutlich für jede und jeden etwas dabei – von gemütlich bis exzessiv, von ein bisschen dekadent bis höchst alternativ und neuerdings eben auch von Feuerwerk bis Lasershow.