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Nach dem Telefonat mit Wladimir Putin: US-Präsident Donald Trump hofft auf ein Ende des Ukraine-Kriegs. Doch aus dem Kreml kommt eine entscheidende Forderung.

Update vom 30. Dezember, 12.25 Uhr: Nach seinem Treffen mit Selenskyj am Sonntag hat Donald Trump erneut mit Wladimir Putin telefoniert – und sich danach wütend über die Ukraine gezeigt. Präsident Putin habe ihm persönlich über einen Drohnenangriff auf eine seiner Privatresidenzen berichtet, sagte, Trump am Montag zu Journalisten: „Präsident Putin hat es mir heute Morgen erzählt.“ Obwohl die Ukraine den Angriff dementiert und der US-Geheimdienst ihn bisher nicht offiziell bestätigt hat, scheint Trump kaum Zweifel zu haben, dass die Informationen aus dem Kreml wahr sind. Trump sagte, er sei „sehr wütend“ über den angeblichen Angriff.

Moskau-Machthaber Wladimir Putin beansprucht den ukrainischen Donbass für Russland.Moskau-Machthaber Wladimir Putin beansprucht den ukrainischen Donbass für Russland. © IMAGO / SNAFür Ende des Ukraine-Kriegs: Putin-Regime nennt nach Trump-Telefonat zentrale Bedingung

Erstmeldung vom 28. Dezember: Moskau – Die Verhandlungen zum Ukraine-Krieg laufen auf Hochtouren. An diesem Sonntag (28. Dezember) ist der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj bei Donald Trump in den USA eingetroffen. Zuvor hatte der US-Präsident bereits mit dem russischen Machthaber Wladimir Putin telefoniert. Im Umfeld dieses Telefonates zwischen Washington und Moskau wurde eine zentrale Forderung aus dem Kreml für eine Waffenruhe im blutigen Ukraine-Krieg laut.

Wie der Kreml laut F.A.Z. mitteilte, fordern ​Trump und Putin von der Ukraine angeblich eine schnelle Entscheidung über den Donbass. Juri Uschakow, außenpolitischer Berater des Moskauer Regimes, behauptete demnach, dass sich die beiden Staatsoberhäupter darauf verständigt hätten. Russland fordert demnach den Abzug der ukrainischen Armee aus dem seit Jahren schwer umkämpften Donbass.

Verhandlungen im Ukraine-Krieg: Wladimir Putin will den ukrainischen Donbass

Uschakow wurde den Angaben zufolge mit den Worten zitiert: „Um (den Konflikt, d. Red.) zu beenden, muss Kiew eine mutige Entscheidung treffen.“ Das russische Regime erneuerte damit eine zentrale Forderung, um überhaupt auch nur über einen möglichen Waffenstillstand im Ukraine-Krieg zu verhandeln. Trotz etlicher Angriffe in den vergangenen Monaten, konnte die russische Invasionsarmee zum Beispiel die Donbass-Bastion Pokrowsk bislang nicht vollständig einnehmen.

Selenskyj hatte jüngst bei einem Treffen mit Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) in Berlin eine Aufgabe des Donbass abgelehnt. Er verwies darauf, dass tausende ukrainische Soldaten ihr Leben für die Verteidigung desselben gegen den völkerrechtswidrigen russischen Angriff gelassen hätten. Bereits seit Frühsommer 2014 wird im Donbass gekämpft. Zuerst gab es Gefechte zwischen prorussischen Separatisten und der ukrainischen Armee. Später schickte Putin viele tausende Soldaten der russischen Streitkräfte.

Ukraine-Krieg: Die Ursprünge des Konflikts mit RusslandProteste auf dem Maidan-Platz in Kiew, Ukraine, 2014Fotostrecke ansehen

Trump hatte am Sonntag laut Spiegel von „gutem und sehr produktiven“ Telefonat mit Putin berichtet. Beim Treffen mit Selenskyj meinte der Republikaner dann: „Ich denke, wir sind in der Endphase der Gespräche.“ Während die Verhandlungen laufen, gehen die heftigen Kämpfe zwischen der Ukraine und Russland weiter. So haben die Ukrainer erneut die russische Wirtschaft ins Visier genommen und zum Beispiel die russischen Truppen auf der besetzten Krim attackiert. (Quellen: F.A.Z., Spiegel) (pm)