
Mit Pauken und Trompeten kehrte die Große Bergparade kurz vorm vierten Advent zurück. © Eric Münch
512 Trachtenträger und -musiker aus 29 sächsischen und tschechischen Bergknapp- und Brüderschaften pilgerten am vierten Adventssamstag nach Dresden.
Die Parade zog vorbei an Fürstenzug und Frauenkirche, bevor sie vorm Kulturpalast zum Striezelmarkt-Highlight blies und schlug.
Egal ob Bergmärsche oder Steigerlied: Mehr als 120.000 Menschen lauschten den Pauken und Trompeten, mit denen die jahrhundertealte Tradition nach 14-jähriger Pause zurückkam.
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So hoch ist die Striezeltanne: Reicht das für den Spitzenplatz?
„Die Menschen haben gezeigt, dass sie die Bergparade wollen“, sagte Stefan Heilig (49), Chef der Kommunalen Märkte, zur TAG24. „Das muss jetzt unser Ansporn sein.“

Über 120.000 Menschen lauschten den Klängen aus dem Erzgebirge © Eric Münch
Und doch dämpft Heilig die Erwartungen. Denn wie alles koste auch die Parade Geld und muss als „freiwillige Aufgabe“ ihren Platz im städtischen Haushalt finden.
„Jeder weiß, wie angespannt er insbesondere durch die Carolabrücke ist.“ Schon jetzt haben die Striezelmarkt-Händler mit 30.000 Euro die Hälfte der Veranstaltungskosten zuschießen müssen.
1719 hatte Kurfürst August der Starke die Parade noch prunkvolles „Saturnfest“ zur Hochzeit des Sohnes Friedrich August II. uraufgeführt. Seit den 2000ern wechselten sich Dresden und Leipzig ab, um Zeit und Geld zu sparen. Diese Variante werde derzeit geprüft.
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Exzellenz vom Striezelmarkt ist besiegelt
„Es sind noch zu viele Gespräche offen, um es zu hundert Prozent zu bestätigen“, so Heilig weiter. „Wir sind aber festen Willens, die Parade zurückzuholen.“ Bei den Knappen ist der Samstag vorm vierten Advent für die großen Städte schon hinterlegt.

