Es war der erste Neuwagen, den sich Florian S. leistete. Doch lange konnte er damit nicht fahren – denn am 1. Dezember zerstörte eine Explosion den Peugeot. Nach ersten Ermittlungen der Polizei könnten die Schäden durch die Explosion eines nicht zertifizierten Feuerwerkskörpers verursacht worden sein.

Nun teilte die Mutter des Autobesitzers Fotos auf Facebook zu der Tat, um zum Jahreswechsel darauf aufmerksam zu machen, welchen Schaden illegale Böller anrichten können. „Der Wagen hatte einen Totalschaden“, sagt Florian S. im Gespräch mit unserer Redaktion. So war etwa die Fensterscheibe der Fahrertür zersplittert, mehrere Löcher und Eindellungen waren an dem Wagen zu sehen. Sogar der Tankdeckel war zerstört, erzählt der Neusser. Zusätzlich zum Auto, so teilte die Polizei mit, wurde das Vordach eines Hauses beschädigt. Dort fielen Teile einer Eingangsbeleuchtung herunter.

An die Explosion erinnert sich der 28-Jährige auch einen Monat später eindrücklich. „Meine Frau und ich hörten einen lauten Knall, es hat auch in der Wohnung gerumst.“ Erst habe er sich nichts dabei gedacht. Doch wenig später rief ihn gegen 23.30 Uhr die Polizei an und sagte, dass sein Auto beschädigt worden sei. Sofort zog er seinen Mantel an und traf die Beamten auf der Straße. Die erste Aussage des Polizisten war eine Untertreibung, stellte Florian S. vor Ort fest: „Es war erschreckend, mein Auto komplett zerstört zu sehen.“ Der 28-Jährige wohnt auf der Furth. „Ich dachte eigentlich, das ist ein friedliches Gebiet.“

Von den Unbekannten, die den Böller mutmaßlich gezündet hatten, fehlte jede Spur, sagt der Besitzer. Lediglich ein Papierfetzen auf der Straße habe in der Nacht auf die Tat aufmerksam gemacht. „Ich habe wenig Hoffnung, dass die Täter noch gefunden werden.“ Dennoch habe er Glück im Unglück gehabt – die Versicherung übernimmt die Kosten, weil sein Wagen Vollkasko versichert ist.

Die Polizei weist immer wieder auf die Gefährlichkeit von Feuerwerkskörpern hin. „Insbesondere selbst gebaute oder nicht zertifizierte Pyrotechnik kann eine unvorhersehbare Sprengwirkung erzeugen und somit enorme Schäden an Personen, Gebäuden und Fahrzeugen verursachen“, hieß es in einer Mitteilung, die die Polizei nach dem Vorfall versendete.

Für Florian S. entstand durch den Schaden vor allem ein bürokratischer Aufwand. Aber auch einen Monat später hat der 28-Jährige noch ein mulmiges Gefühl. Ein neues Auto habe er sich noch nicht gekauft, zu riskant sei es ihm, dass der Wagen wieder von Unbekannten zerstört wird. Er glaube zwar, dass es Zufall gewesen war, dass es ausgerechnet ihn getroffen hat: „Ich bin mir keiner Feinde bewusst.“ Gewissheit habe er aber nicht. „Vielleicht hat den Tätern die gelbe Farbe nicht gefallen.“