Der jüngste Bericht des US-Verteidigungsministeriums deutet darauf hin, dass die Volksbefreiungsarmee nach verstärkten Anstrengungen in den Bereichen Weltraum, Cyberraum und Raketen sowie nach Tests im Jahr 2024 zu Optionen zur Isolierung der Insel und zur Unterbrechung des Hafenzugangs bis Ende 2027 die Fähigkeit erlangen könnte, Taiwan zu besiegen. In Europa hat der sogenannte NATO-2027-Horizont die Hauptstädte daran erinnert, dass der konventionelle Anteil der Streitkräfte nun stärker von den Europäern getragen werden muss, während die industrielle Basis ihre Wirkung erst nach einigen Jahren entfaltet.

Diese beiden Dynamiken haben eine Entwicklung vorangetrieben, die den Indopazifik und Europa in einer gemeinsamen Gleichung näher zusammengeführt hat, da der Zeitraum von 2026 bis 2028 ein Zeitfenster für kalkulierte Provokationen zu sein scheint. Chinas Aufstieg zur Weltmacht fällt in eine Zeit, in der die westlichen Bestände an Abfangraketen und Lenkwaffen langsam wieder aufgefüllt werden, während politische Entscheidungen die Abschreckung unmittelbar beeinflussen. Die Lage ist für Washington und seine Verbündeten so brisant wie nie zuvor, da jede Verstärkungstruppe oder jede Lieferung aus den Beständen in einem Konfliktgebiet gleichzeitig das andere schwächen kann.

China hat seine SRI-Plattformen seit 2018 verdreifacht und peilt bis 2027 Taiwan an.

Seit 2018 hat China seine Fähigkeiten zur orbitalen Aufklärung und Beobachtung grundlegend modernisiert und seine Aufklärungs-, Überwachungs- und Spionageplattformen verdreifacht, wodurch sich seine Fähigkeit, verbündete Streitkräfte sowohl am Boden als auch im Orbit zu verfolgen und anzugreifen, erheblich verbessert hat, wie die folgenden Beispiele zeigen: die zunehmende Verbreitung von Sensoren im EinsatzDiese Entwicklung wurde im Jahr 2024 durch Übungen, die Angriffe auf See- und Landziele simulierten, sowie durch eine Blockade des Zugangs zu wichtigen Häfen noch verstärkt, während die Direktive, bis 2027 eine starke Position auf Taiwan zu erreichen, von Peking und der Volksbefreiungsarmee weiterhin ausdrücklich bekräftigt wurde.

Chinas Nukleararsenal hat einen kontinuierlichen Aufwärtstrend durchlaufen. Laut einer US-amerikanischen Einschätzung wird der Bestand im Jahr 2024 auf mindestens 600 Sprengköpfe geschätzt und soll bis 2030 auf über 1.000 Sprengköpfe ansteigen. Obwohl noch keine Parität erreicht ist, verändert diese Eskalation die regionale Abschreckung und Risikobewertung im Indopazifik und verteuert jegliche Spekulation auf eine kurzfristige Krise erheblich, insbesondere da Chinas strategische Tiefe parallel zu Tests zur Bestätigung einer Blockade Taiwans zunimmt.

Gleichzeitig hat Russland seine Kriegsmaschinerie durch den Ausbau von Personal, Budget und Industriekapazitäten restrukturiert und damit anhaltenden Druck auf Europa und dessen Munitionsvorräte ausgeübt. Da Moskau keine unmittelbare Bodenhoheit besitzt, setzt es vorrangig auf Abnutzungskriegsführung durch Drohnen- und Raketenangriffe, um die Verteidigung schrittweise zu schwächen und die Reserven zu erschöpfen – eine Logik des Zwangs, die als Strategie dokumentiert ist. Übersättigung durch Drohnen und RaketenDiese Methode läuft darauf hinaus, eine dauerhafte Steuer auf europäische Abfangdienste zu erheben.

Angesichts dieser doppelten Herausforderung steigert die europäische Industrie zwar die Produktion von Panzern, Munition und Abfangraketen, doch die Umwandlung der industriellen Anlagen in einsatzbereite Einheiten dauert Jahre. Besatzungsausbildung, Wartung und logistische Unterstützung verzögern die tatsächliche Wirkung der Aufträge, während die NATO-Frist 2027 die Verlagerung der konventionellen Kriegsführung nach Europa vorsieht. Diese Verzögerungen erfordern eine vorausschauende Planung der Lieferungen; andernfalls besteht die Gefahr, dass die Abschreckung im Zeitraum 2026–2028 fragiler erscheint als in den Budgetprognosen angenommen.

Im Zeitraum 2026–2028 werden die kalibrierten Signale und Blockadetests rund um Taiwan vervielfacht.

Der US-Bericht beschrieb einen rasanten und deutlich erkennbaren chinesischen Kapazitätsaufbau bis 2027, mit bemerkenswerten Fortschritten in den Bereichen Cyber, Weltraum und Raketen sowie Tests im Jahr 2024, die auf Blockadeoptionen und koordinierte Angriffe abzielten. Diese Dynamik bildet den Hintergrund für eine Phase, die anfällig für Provokationen ist: Peking will seine Verfahren validieren, Alarmschwellen ausloten und den Zusammenhalt der Bündnispartner testen. Diese Entwicklung wirkt sich gleichzeitig auf Europa aus, während die NATO konkrete Ergebnisse von den Europäern erwartet, was die Wahrnehmung einer Verwundbarkeit im Zeitraum 2026–2028 verstärkt.