Parallel zu dieser Sause am Brandenburger Tor ist ganz in der Nähe eine privat organisierte Party auf der Straße des 17. Juni angemeldet – wie der „Love Parade“-Nachfolger „Rave the Planet“ in den letzten Jahren allerdings nicht als Veranstaltung, sondern als Versammlung mit bis zu 16.000 Teilnehmern.
Am Montag hatte das Bündnis in einer Mitteilung kurzzeitig vermeldet, man habe sich mit dem Berliner Senat auf eine gemeinsame Silvesterparty verständigt, es solle eine riesen Partymeile entstehen. Kurze Zeit später stellte sich das jedoch als falsch heraus, zumindest wusste der Senat nach eigenen Angaben nichts von einer Einigung. Und selbst wenn die Versammlung tatsächlich stattfinden sollte, gäbe es zwei formell getrennte Events statt einer Partymeile – separiert durch eine Pufferzone auf Höhe der Yizhak-Rabin-Straße.
Zum Brandenburger Tor hin findet die offizielle Veranstaltung des Landes statt, Richtung Großer Stern könnte dann – wenn sie genehmigt wird – die Versammlung von „we are Berlin“ stattfinden, mit nach eigenen Angaben Bühnen und Musik-Trucks und mit mehr als 100 DJs, die zwischen 18 und 6 Uhr auflegen sollen.
Die Polizei teilte am Dienstagnachmittag allerdings dem rbb mit, ein kurzfristig erst am Dienstag eingereichtes erstes Sicherheitskonzept für die Versammlung sei von Polizei und Feuerwehr abgelehnt worden. In Anbetracht der Versammlungsgröße habe man insbesondere ein „Sanitätsdienstkonzept für erste medizinische Hilfe“ gefordert, sagte Polizeisprecher Florian Nath der rbb|24 Abendschau. Das vorgelegte sei aus Sicht der Behörden nicht ausreichend gewesen. „We are Berlin“ hat dagegen einen Eilantrag beim Verwaltungsgericht eingereicht, wie ein Gerichtssprecher dem rbb bestätigte.
Am frühen Abend hieß es dann vom Gericht, man habe nun eine Entscheidung getroffen, diese solle aber zunächst den Beteiligten mitgeteilt werden. Mit einer öffentlichen Verkündung ist voraussichtlich am Mittwochmorgen zu rechnen.