Laut Post soll das schwedische Start-Up „Corvid Cleaning“ ein Gerät entwickelt haben, in das Krähen Zigarettenstummel werfen können. Dafür werden sie mit Futter belohnt und somit dazu animiert, weitere Kippen zu sammeln. Mit dieser Methode sollen Milliarden Stummel pro Jahr aufgesammelt und hohe Kosten gespart werden. Stimmt das?
Bewertung
Die Firma „Corvid Cleaning“ und ihre Idee zur Beseitigung von Zigarettenstummeln gab es tatsächlich. Die Posts sind jedoch veraltet: Das Unternehmen hat 2025 Insolvenz angemeldet.
Fakten
Das schwedische Unternehmen „Corvid Cleaning“ genoss 2022 große Aufmerksamkeit. International berichteten Medien von der revolutionären Idee von Gründer und Verhaltensforscher Hans Christian Hanssen. Er wollte die Straßen von Zigarettenstummeln befreien und trainierte dafür Krähen. Er hatte einen Prototypen für ein Gerät entwickelt, in das Krähen Zigarettenstummel werfen können und dafür vom Gerät Futter als Belohnung bekommen. Die Belohnung sollte den Krähen einen Anreiz geben, um weitere Stummel zu sammeln.
„Corvid Cleaning“ ist insolvent
Aktuell gehen Posts über das Gerät gegen Zigarettenstummel wieder viral. Dabei entspricht die Geschichte längst nicht mehr der Realität: Am 3. Oktober 2025 meldete „Corvid Cleaning“ laut mehreren Registern Insolvenz an. Seit 2022 gibt es zudem keine seriösen Medienberichte über das Unternehmen oder Aktivitäten auf Hanssens LinkedIn-Profil. Mithin scheint es beim Prototyp und der ursprünglichen Idee geblieben zu sein.
In der Theorie möglich
Es gibt jedoch Hinweise darauf, dass die Mission von „Corvid Cleaning“ umsetzbar ist: Krähen scheinen die kognitiven Grundlagen dafür zu besitzen. Studien zeigen, dass sie trainierbar sind und Verhaltensweisen erlernen können. 2018 machten trainierte Krähen in einem Themenpark in Frankreich Schlagzeilen: Dort sammelten sie gegen Belohnungen Müll.
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Das Projekt „Augsburg checkt‘s“ erfolgt in gemeinsamer Zusammenarbeit der Stadt Augsburg, den Stadtwerken Augsburg, der Augsburger Allgemeinen und der Deutschen Presseagentur. Stadt und Stadtwerke stellen Gebäude, Liegenschaften sowie Fahrzeuge für die Initiative zur Verfügung. Auf Inhalte haben sie keinen Einfluss. Die Faktenchecks wurden von der Deutschen Presseagentur recherchiert und werden über die Augsburger Allgemeine publiziert.
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