Denn Gröner und sein Konzern kämpfen an vielen Fronten zugleich. In Leipzig läuft gegen Gröner ein Verfahren wegen Insolvenzverschleppung. Die Staatsanwaltschaft teilt dazu nur mit, dass die Ermittlungen andauern. In Köln erwirkte ein Handwerker einen Haftbefehl, in Berlin summieren sich die Verfahren kommunaler Versorger auf Dutzende. Weitere seiner Projektgesellschaften sind jüngst in die Insolvenz gerutscht, darunter auch Firmen im Umfeld der CG RE, die für Gröner einst sein „Tafelsilber“ waren. Allein beim Landgericht Karlsruhe sind nach Kontext-Anfrage seit 2023 Vergleiche und Versäumnisurteile von mindestens 371.175,41 Euro gegen Gröner-Firmen aufgelaufen, weitere rund 270.000 Euro mussten seine Firmen als Sicherheiten leisten. Die Stadt Karlsruhe wartet zudem auf 350.000 Euro Zahlungsrückstände aus dem misslungenen Gröner-Ausflug in die Majolika, der Karlsruher SC hat sein nicht gezahltes Sponsoring-Geld von 1,2 Millionen Euro längst abgeschrieben.
Auf dem Karlsruher C-Areal, dessen Projektvolumen Gröner einst auf 600 Millionen Euro taxierte, geht seit Jahren nichts voran. Vereinbarte Fristen sind längst verstrichen und monatliche Vertragsstrafen von 20.000 Euro laufen. Inzwischen mehren sich die Stimmen, die offen fragen, ob Gröner dieses Projekt überhaupt noch stemmen kann oder ob die Stadt rechtlich auf Rückabwicklung zusteuern muss.
Der Investorendeal liefert darauf keine Antwort. Was 30 Millionen Euro in einem Geflecht bewirken sollen, dessen offene Baustellen, Finanzierungslücken und Rechtsstreitigkeiten längst in den dreistelligen Millionenbereich reichen, bleibt unklar. Die Gröner-Firma lässt alle Anfragen unbeantwortet.