– Seit Jahren gibt es Diskussionen um ein mögliches Böllerverbot. Bisher wurde dieses nicht eingeführt, es gibt jedoch bestimmte Einschränkungen. Auch am Hauptbahnhof Nürnberg müssen Fahrgäste bestimmte Regeln beachten.

Wie die Bundespolizeiinspektion Nürnberg in einer Pressemeldung vom 30. Dezember bekannt gibt, gilt unter anderem an den Hauptbahnhöfen Nürnberg und Augsburg ein Mitführverbot für gefährliche Gegenstände. Dieses gilt für den Zeitraum vom 28. November 2025 bis zum 4. Januar 2026 bis 24 Uhr. Zu gefährlichen Gegenständen zählen unter anderem Silvesterböller und Raketen.

Unter einem Mitführverbot sei nach dem Waffenrecht „die unmittelbare Zugriffsbereitschaft von Böllern und Rakete außerhalb des eigenen geschützten Bereichs, wie der eigenen Wohnung oder des eigenen Grundstücks“ gemeint, heißt es in der Meldung der Bundespolizei.

Die Einhaltung des Verbotes soll in der Silvesternacht verstärkt von Kräften der Bundespolizei am Hauptbahnhof Nürnberg überprüft werden. Nach Angaben der Polizei soll dies Gewaltstraftaten und das fahrlässige Zünden von Silvesterfeuerwerk im Hauptbahnhof verhindern und damit die Sicherheit des erhöhten Reiseverkehrs um den Jahreswechsel zu erhöhen.

Polizei Unterfranken meldet sich mit Verhaltenstipps für die Silvesternacht

Bei Verstößen gegen diese Allgemeinverfügung können die Beamten die verbotenen Gegenstände sicherstellen. Zudem macht die Polizei darauf aufmerksam, dass auch unabhängig von einem möglichen Straf- oder Ordnungswidrigkeitenverfahren nach dem Waffengesetz ein Zwangsgeld festgesetzt werden kann. Zu weiteren Folgen im Falle eines Verstoßes zählen ein Platzverweis oder ein Bahnhofsverbot.

Auch Maximilian Basser, Polizeihauptkommissar des Polizeipräsidiums Unterfranken, meldet sich mit Verhaltenstipps für die Silvesternacht zu Wort:

„Spaß und Feierei finden auch wir top“, erklärt der Kommissar in einer Nachricht. Jedoch hätte das Feiern seine Grenzen erreicht, wenn andere belästigt oder gar geschädigt werden. Daher gelte ganz klar: „Passt auf euch auf und natürlich auch auf andere.“ Wichtig sei, nicht zu viel zu trinken und beim Böller auf ausreichend Abstand und Vernunft zu achten. Das aber nur mit erlaubtem und frei verkäuflichem Feuerwerk. Alles andere sei zu gefährlich. „Kennt eure Grenzen und respektiert die anderer Menschen, dann klappt das auch mit dem guten Start ins neue Jahr“, schließt Bassner ab.

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