Das historische Viadukt in Weida bleibt in den kommenden Jahren eine Baustelle. Nach Angaben der Deutschen Bahn als Eigentümerin ist die Sanierung des denkmalgeschützten Bauwerks für 2030 vorgesehen. 2026 soll zunächst eine umfassende Verkehrssicherung erfolgen. Ob und wann das Aufprallgerüst unter der Brücke abgebaut werden kann, ist noch unklar.
Finanzierung für Viadukt-Sanierung noch offen
Das aktuelle Gerüst soll Autofahrer und Fußgänger vor herabfallenden Brückenteilen schützen. Derzeit prüft die Bahn, ob der Oberbau – also Gleise und Schotterbett – mit vertretbarem Aufwand entfernt werden kann. Erst dann könnte das Gerüst möglicherweise abgebaut werden.
Das Landesamt für Denkmalpflege schätzt die Sanierungskosten derzeit auf rund 6,8 Millionen Euro. Eine Finanzierung steht laut Deutscher Bahn noch nicht. Denkbar seien Förderungen aus dem Denkmalschutz-Sonderprogramm des Bundes, Fördermittel für Denkmäler sowie Programme für Tourismus und Radwegebau, teilte ein Sprecher MDR THÜRINGEN mit.
Nutzungsidee: Rad- und Wanderweg
Die Deutsche Bahn peilt eine Sanierung für 2030 an. Dabei soll das Viadukt gegen Korrosion geschützt werden und würde voraussichtlich weitere 50 Jahre stehen. Nach der Sanierung soll das Viadukt vermutlich als Rad- und Wanderweg genutzt werden, heißt es von Bahn und Landesamt. Weitere Ideen gibt es bisher nicht – aus statischen Gründen und weil es sich um ein Denkmal handelt.
Weidas Bürgermeister Udo Geldner (Pro Kommune – FWG) sagte MDR THÜRINGEN, die Idee eines Rad- und Wanderwegs werde auch in Gesprächen mit den Bewohnern der Stadt bevorzugt. So könnte Weida an den neuen Radweg nach Wünschendorf und ins Elstertal angebunden werden. Angepeilt wird laut Geldner ein Konzept für die breite Masse.