Neues Jahr, neue Kulisse: Die ZDF-Silvestershow feiert Premiere am Hamburger Hafen – mit schwimmender Bühne, halbwegs prominenten Musikacts und maritimem Flair statt Berliner Staatskulisse.
Hafenpanorama statt Brandenburger Tor: Erstmals findet die ZDF-Silvestershow in diesem Jahr nicht vor den repräsentativen Bauten Berlins statt, sondern in der Hamburger Hafencity statt. Erwartet werden rund 10.000 Besucher vor einer schwimmenden Bühne vor dem Westfield Einkaufszentrum, das – im April 2025 eröffnet – schnell zu einem Handelszentrum der Stadt wurde.
Musikalische Gäste sind unter anderen Johannes Oerding, Michael Patrick Kelly, Kerstin Ott, die britische Boygroup Blue, die österreichische Band Wanda, der Rapper Das Bo, DJ Felix Jaehn, ATC, Jenny von Ace of Base und die Lokalmatadoren Lotto King Karl und der Shantychor De Tampentrekker. Es moderieren wie schon in den Vorjahren Andrea Kiewel und Johannes B. Kerner. Die Veranstaltung wird ab 20.15 Uhr live im ZDF übertragen. Das Wetter allerdings sieht in der Vorschau wenig nach Outdoor-Party aus: Angesagt sind Winde mit einer Stärke von gut 30 Kilometern pro Stunde und Regen. In Berlin dürfte es wohl etwas ruhiger werden, wenn auch nicht gänzlich ohne Regen.
Live-Schalte auf die Reeperbahn und an die Landungsbrücken
Während der Show soll es Live-Schalten an bekannte Orte in Hamburg geben, darunter die Reeperbahn und die Landungsbrücken. So werde Co-Host Oli.P auf Hamburgs sündiger Meile auf einen bunten Kreis an Künstlerinnen und Künstler aus der Olivia-Jones-Familie treffen. Auf dem Museumsschiff Rickmer Rickmers an den Landungsbrücken spricht er mit „Notruf Hafenkante“-Darsteller Marc Barthel. Auch eine Schalte ins Miniatur Wunderland – der größten Modelleisenbahn der Welt – steht auf dem Programm.
Die traditionelle Show am Brandenburger Tor in Berlin war vom Veranstalter abgesagt worden, nachdem das Land Berlin die öffentlichen Zuschüsse gestrichen hatte. In der Hauptstadt wird es dennoch eine Veranstaltung geben, diese allerdings wird dann nicht im Fernsehen übertragen. Die Veranstalter der Show in Hamburg, die DEF Media, erhält von der städtischen Hamburg Marketing Gesellschaft 400.000 Euro für die Werbung für die Stadt, was von den Linken kritisiert wurde. Um Mitternacht soll es ein Feuerwerk über der Elbe geben, das jedoch deutlich kleiner ausfallen wird als zuletzt am Brandenburger Tor – zu diesem Countdown hatten sich in den vergangenen Jahren viele Menschen zugeschaltet, diese bekommen jetzt ein anderes Ambiente zu sehen.
Polizei und Feuerwehr sind auf Einsatz vorbereitet
Polizei und Feuerwehr werden den Jahreswechsel auch in diesem Jahr im Rahmen eines großen Einsatzes begleiten. Traditionell stehen der Hafen, das Vergnügungsviertel rund um die Reeperbahn, der Jungfernstieg und in diesem Jahr auch die Hafencity wegen der ZDF-Silvesterfeier im Fokus, teilte die Polizei mit. Ein besonderes Augenmerk werde die Polizei auch auf bekannte Schwerpunkte wie Harburg oder Steilshoop legen. Wie beim letzten Jahreswechsel und zu Halloween werde die Polizei an verschiedenen Stellen in der Stadt erneut Drohnen einsetzen.
Im Zuge dessen weist die Polizei erneut auf das Feuerwerksverbot rund um die Binnenalster sowie auf dem Rathausvorplatz hin. Demnach ist das Mitführen, Abbrennen und Verwenden von Feuerwerkskörpern an diesen Orten untersagt. Rund um den Jungfernstieg (Neustadt/Altstadt), im Bereich der nördlichen Hafenrandstraßen (St. Pauli/Neustadt) sowie im Überseequartier (HafenCity) werde es Straßensperrungen geben.
jlau