China wird auf Rindfleischimporte aus Ländern wie Brasilien, Australien und den Vereinigten Staaten zusätzliche Zölle in Höhe von 55% erheben, sobald die Lieferungen bestimmte Quoten überschreiten. Dies stellt einen erheblichen Schlag für wichtige globale Lieferanten dar, während die heimische Industrie mit einem Überangebot zu kämpfen hat.

   Das chinesische Handelsministerium teilte am Mittwoch mit, dass das Gesamtkontingent für das Jahr 2026 bei 2,7 Millionen Tonnen liegt. Brasilien erhält dabei den größten Anteil von 41,1%, gefolgt von Argentinien mit 19,0% und Uruguay mit 12,1%.

   Australien wurde ein Kontingent von 205.000 Tonnen zugeteilt, den Vereinigten Staaten 164.000 Tonnen.

Im Jahr 2024 importierte China 1,34 Millionen Tonnen Rindfleisch aus Brasilien, 594.567 Tonnen aus Argentinien, 216.050 Tonnen aus Australien, 243.662 Tonnen aus Uruguay, 150.514 Tonnen aus Neuseeland und 138.112 Tonnen aus den Vereinigten Staaten.

Chinas Maßnahmen treten am 1. Januar für drei Jahre in Kraft, wobei das Gesamtkontingent jedes Jahr erhöht wird und 2028 2,8 Millionen Tonnen erreicht.

Kontingentmengen und zusätzliche Zollraten

Jahr 2026 2027 2028

Kontingentmenge (1.000 Tonnen)

Brasilien 1.106 1.128 1.151

Argentinien 511 521 532

Uruguay 324 331 337

Neuseeland 206 210 214

Australien 205 209 213

Vereinigte 164 168 171

Staaten

Andere 172 175 179

Länder/Re

gionen

Gesamt 2.688 2.742 2.797

Zusätzlicher 55% 55% 55%

Zollsatz

China gab die Ankündigung am Mittwoch nach zwei Verlängerungen der im vergangenen Dezember eingeleiteten Untersuchung zu Rindfleischimporten bekannt, die laut Behörden kein bestimmtes Land ins Visier nimmt.

   In der vergangenen Woche hatten chinesische Verbände der Rindfleischindustrie die Regierung laut Staatsmedium Global Times unter Druck gesetzt, bis zum Jahresende sofortige Schutzmaßnahmen zu ergreifen, um die Markterwartungen und die Existenzgrundlage einheimischer Züchter zu stabilisieren.

   Seit 2023 hat der chinesische Rindfleischzuchtsektor laut einem Branchenvertreter gegenüber Global Times aufgrund verschiedener Faktoren, darunter Importe, erhebliche Verluste erlitten, was viele Züchter dazu veranlasst habe, Zuchttiere zu schlachten, um Kosten zu senken.

   China importierte im vergangenen Jahr einen Rekordwert von 2,87 Millionen Tonnen Rindfleisch. Die Importe im Zeitraum Januar bis November gingen im Jahresvergleich um 0,3% auf 2,59 Millionen Tonnen zurück.