Es geht schon wieder los! Erst der Anzug-Skandal – jetzt Bindungsängste?

Bei der Vierschanzentournee steigt am Mittwoch die Quali (16 Uhr, live ZDF/Eurosport) zum Neujahrsspringen in Garmisch-Partenkirchen.

Beim Auftaktspringen in Oberstdorf landeten die deutschen Hoffnungen Felix Hoffmann (28) und Philipp Raimund (25) auf Platz 3 und 5. Der zunächst Drittplatzierte Slowene Timi Zajc (25) wurde wegen 3 mm Diskrepanz am Anzug disqualifiziert. Winter-Dominator Domen Prevc (26) siegte mit über 9 Metern Vorsprung vor Ösi und Vorjahressieger Daniel Tschofenig (23).

Rückblick: Nach dem Anzugs-Betrugs-Skandal im März 2025 bei der WM in Trondheim schauen alle ganz genau hin. Damals tauchte ein Video auf, das zeigte, wie die Norweger ihre Anzüge manipulierten. Die Sportart stand unter Generalverdacht, viele Köpfe rollten.

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Seit diesem Winter gibt es neue, strengere Regeln, bessere Kontrollen.

Seither springen die Norweger hinterher. In Oberstdorf landeten sie abgeschlagen auf den Plätzen 10, 20, 21 und 23. Jetzt ist – wie die „Krone“ berichtet – aus einer norwegischen Quelle ein Foto aufgetaucht, auf dem eine scheinbar verbotene Bindung von Ösi-Star Manuel Fettner (40) zu sehen sein soll. Laut Informationen aus Norwegen hätte die FIS die österreichischen Skispringer in Oberstdorf aufgefordert, zwischen den beiden Durchgängen die Bindungen zu tauschen. Das berichtet die „Krone“.

Jede Nation hat die Möglichkeit, nach einem Springen Protest einzulegen. Doch das hat keiner getan.

„Seit Jahren verwendet Fettner ein handelsübliches Modell. Es ist auch von der FIS genehmigt ist“, wird ÖSV-Trainer Andreas Widhölzl (49) zitiert. Österreichs Skispringer wurden allesamt in Oberstdorf in beiden Durchgängen von oben bis unten gecheckt, alle sieben Springer kamen in die Wertung.

Österreicher bleiben cool

„Es war im Vorjahr das gleiche Thema. Über verbotene Schuhe, über verbotene Bindungen, über verbotene Anzüge. Es ist aber wieder völliger Blödsinn. Es ist alles legal, sonst werden wir disqualifiziert“, sagt Widhölzl.

Die Ösis bleiben cool, Bindungsängste hat dort niemand. Fest steht aber: Die Materialschlacht an der Schanze geht weiter.

Gut, dass die FIS mit Chef-Material-Kontrolleuer Matthias Hafele (42) strikt durchgreift: „Bei mir gilt die Null-Toleranz-Regel. Ich habe allen Teams gesagt: Geht nicht ans Limit. Sonst ist die Wahrscheinlichkeit, dass ihr disqualifiziert werdet, sehr hoch.“

Dass Hafele ernst macht, hat er in Oberstdorf bereits bewiesen…