Newsblog zum Ukraine-Krieg
Kallas wirft Moskau Ablenkungsmanöver vor
Aktualisiert am 31.12.2025 – 12:51 UhrLesedauer: 14 Min.
EU-Chefdiplomatin Kaja Kallas (Archivbild): „Niemand sollte unbegründete Behauptungen des Aggressors akzeptieren.“ (Quelle: Virginia Mayo/AP/dpa/dpa-bilder)
Der Kreml veröffentlicht ein Video, das den Angriff auf Putins Residenz beweisen soll. Kallas wirft Russland ein Ablenkungsmanöver vor. Alle Entwicklungen im Newsblog.
Ein russischer Luftangriff auf die südliche Region Odessa hat nach Angaben des ukrainischen Energieministeriums die Stromversorgung für mehr als 170.000 Verbraucher
lahmgelegt. Notfallreparaturen seien im Gange. Der führende ukrainische Energiekonzern DTEK teilt mit, dass zwei seiner Anlagen in der Region Ziel des Angriffs gewesen seien.
Die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas bezeichnet Behauptungen Russlands,
wonach die Ukraine kürzlich wichtige Regierungseinrichtungen in Russland angegriffen haben soll, als gezieltes Ablenkungsmanöver. „Moskau zielt darauf ab, echte Fortschritte
der Ukraine und ihrer westlichen Partner auf dem Weg zum Frieden zu vereiteln“, schreibt Kallas auf der Social-Media-Plattform X. „Niemand sollte unbegründete Behauptungen des Aggressors akzeptieren, der seit Beginn des Krieges wahllos die Infrastruktur und die Zivilbevölkerung der Ukraine ins Visier genommen hat.“
Mehrere europäische Staaten sind laut einem Medienbericht bereit, sich an der Überwachung eines möglichen Waffenstillstands zwischen Russland und der Ukraine zu beteiligen. „Die Pläne dafür, wie die Sicherheitsgarantien für die Ukraine aussehen könnten, sind bereits fertig ausgearbeitet. Sie wurden im Wesentlichen von Militärexperten der britischen und französischen Streitkräfte in Zusammenarbeit mit Brüssel erstellt“, berichtete die Zeitung „Die Welt“ am Mittwoch vorab unter Berufung auf EU-Diplomaten.
Frankreich und Großbritannien seien demnach offenbar bereit, sogenannte robuste Sicherheitsgarantien abzugeben. Damit seien sie im Notfall auch befähigt, mit Bodentruppen für die Einhaltung des Friedens zu kämpfen.
Als Größenordnung für den Einsatz europäischer Bodentruppen werde von Diplomaten für die ersten sechs Monate – je nach Einmeldungen der beteiligten Staaten – eine Zahl von „10.000 bis 15.000 Soldaten“ genannt.
In Diplomatenkreisen heiße es, Frankreich und Großbritannien seien bereit, sich auch ohne ein Mandat der Vereinten Nationen oder der Europäischen Union an der Überwachung eines Waffenstillstands zu beteiligen, so das Blatt. Beiden Ländern würde eine Einladung der Ukraine genügen. Die Überwachung des Waffenstillstands aus der Luft und von der See solle von den Nachbarstaaten der Ukraine aus sichergestellt werden. In den Planungen zur Überwachung des Waffenstillstands spiele auch die Türkei eine Rolle. So könne Ankara der Zeitung zufolge die Schwarzmeer-Region überwachen.
