Seit Februar können stillende Mütter und Mütter mit Kleinkindern einen besonderen Service des Rathauses in Waldniel, Markt 20, nutzen: Zu den Öffnungszeiten kann ein Still- und Wickelraum genutzt werden. Die Gemeinde Schwalmtal wurde dafür kürzlich vom Landesverband der Hebammen NRW als „stillfreundliche Kommune“ ausgezeichnet.

Der Raum wurde auf Initiative der Gleichstellungsstelle der Gemeinde Schwalmtal eingerichtet. „Der Anlass war, dass eine Kollegin eine Mutter auf dem Parkplatz gesehen hatte, wo sie in der Kälte ihr Kind gestillt hatte. So kam die Idee, hier im Haus einen Ort zum Stillen und Wickeln eines Säuglings anzubieten“, sagt die Gleichstellungsbeauftragte der Gemeinde Fiona Schultze. „Mit dem Gebäudemanagement haben wir dann überlegt, wo man solch einen Platz einrichten könnte, und es kam ein ehemaliger Lagerraum infrage. Daneben befindet sich ein barrierefreies WC und dort wurde der Wickelplatz eingerichtet“, sagt Schultze weiter.

Am Wickeltisch gibt es nützliche Utensilien wie Wickelunterlagen, Windelbeutel und Feuchttücher. Im Vorraum befindet sich nun ein gemütlicher Sessel, ein kleiner Tisch und Wände wurden farbig gestrichen. Hier griffen Fiona Schultze und Bürgermeister Andreas Gisbertz selbst zum Pinsel. „Mit der Zertifizierung haben wir einen Aufkleber erhalten, der uns als Stillort ausweist. Zu den Kriterien gehörten unter anderem die Punkte, dass Frauen hier geschützt sind, dass es einen Wickelraum gibt und man etwas zu trinken erhalten kann. Ein Wasserspender steht im Foyer des Rathauses“, erklärt Schultze.

Der Still- und Wickelraum befindet sich im Untergeschoss des Rathauses und ist gut sichtbar ausgeschildert. Er ist barrierefrei über einen Aufzug zugänglich und somit auch mit dem Kinderwagen problemlos erreichbar.

In die Umsetzung vom Papierlager zum Stillraum waren auch die Gebäudemanagerin Cathrin Tribbels und der Hausmeister Thomas Dovermann eingebunden. Die Auszeichnung überreichte die Hebamme und Kreissprecherin des Landesverbands der Hebammen Nordrhein-Westfalen Bernadette Nopper. Alle zwei Jahre steht nun eine Rezertifizierung an.