Leipzig – Eine Stadt und immer wieder zwei Brennpunkte: In Leipzig begann die Silvesterschicht der Polizei auf Deutschlands angeblich gefährlichster Straße. Probleme werden aber auch im Süden der Stadt befürchtet.
Auf der Eisenbahnstraße, die immer wieder durch Messerstechereien, Schüsse und sogar einer Macheten-Attacke bundesweit bekannt wurde, mussten die Beamten schon am Nachmittag eingreifen. Gegen 14.45 Uhr waren die Einsatzkräfte alarmiert worden. „Es gab eine körperliche Auseinandersetzung, bei der ein Mann verletzt wurde“, bestätigt Polizeisprecher Tom Erik Richter, der zunächst noch auf laufende Ermittlungen verweist. Sicher ist zunächst nur, dass die Auseinandersetzung vor einem Geschäft auf offener Straße entbrannte und ein Mann mit schweren Verletzungen ins Krankenhaus gebracht werden musste.

Bei der Auseinandersetzung in der Eisenbahnstraße wurde ein Mann schwer verletzt
Foto: EHL Media
Für die langen Stunden der Silvesternacht hält sich ein Großaufgebot der Polizei in der Nähe der Eisenbahnstraße bereit: In den letzten Jahren hatte es in dem migrantisch geprägten Gebiet immer wieder wahre Pyro-Schlachten gegeben.
Fokus auf Szene-Viertel Connewitz
Als zweiter Einsatzschwerpunkt gilt das Connewitzer Kreuz. Dort trifft sich in den Mitternachtsstunden vornehmlich linke Klientel. Brennende Barrikaden und Mülltonnen waren in den vergangenen Jahren oft zu sehen. Die Gefahr von Übergriffen auf Beamte und die örtliche Polizeiwache ist groß.
Wie viele Polizisten in Leipzig während des Jahreswechsels für Sicherheit sorgen, ist unklar. „Wir möchten unsere Einsatztaktik nicht preisgeben“, sagt Polizeisprecher Richter. Nach BILD-Informationen wurde jedoch mindestens eine zusätzliche Hundertschaft angefordert.