Papst Leo XIV. hat die Bestrebungen der Großmächte, die Welt nach
ihren Interessen aufzuteilen, kritisiert. Bei einem Gottesdienst im Petersdom sagte
er am Silvesterabend, die heute weltweit dominierenden Pläne seien
„Strategien, die darauf abzielen, Märkte, Gebiete und Einflussbereiche
zu erobern. Bewaffnete Strategien, die sich in heuchlerische Reden
verhüllen, in ideologische Parolen und in falsche religiöse
Beweggründe.“
Dem stellte der Papst
die Botschaft von der Geburt Christi gegenüber und sagte: „In unserer
Zeit spüren wir das Bedürfnis nach einem weisen, wohlwollenden und
barmherzigen Plan. Nach einem Vorhaben, das frei ist und frei macht, das
Friede verheißt und treu ist“, so wie es die Geburt Christi gewesen
sei. Er führte aus, die Welt werde vorangebracht von der Hoffnung
„vieler einfacher Menschen, unbekannt, aber nicht Gott unbekannt, die
trotz allem an ein besseres Morgen glauben, weil sie wissen, dass die
Zukunft in den Händen dessen liegt, der ihnen die größte Hoffnung
schenkt“.
Das Heilige Jahr endet am 6. Januar mit der Schließung der Heiligen Pforte am Petersdom durch den Papst. Sie war Weihnachten 2024 durch Franziskus geöffnet worden. Seither kamen bis zu 35 Millionen Pilger nach Rom.
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