1. tz
  2. München
  3. Stadt
  4. Hallo München

DruckenTeilen

Die Heidemannstraße im Norden Münchens ist vielbefahren und die Anwohner dem Lärm ausgesetzt. Doch nun soll eine Schallschutzwand das ändern:

Freimann – Sie dient als Zubringer zur A9, viele BMW-Mitarbeiter nutzen sie auf dem Weg zur Arbeit. Genauso wie Besucher, die zu Veranstaltungen in die Motorworld oder die Allianz Arena wollen. Die Heidemannstraße in Freimann ist eine viel frequentierte Verkehrsachse. Doch noch gibt es in dem Abschnitt keinen Lärmschutz. Um die Anwohner vor Immissionen und lauten Geräuschen zu schützen, soll eine Schallschutzwand gebaut werden. Der Stadtrat und der Bezirksausschuss Schwabing-Freimann stimmten mehrheitlich dafür.

Die Anwohner der Heidemannstraße bekommen eine Wand, die sie vor Abgasen und Verkehrsgeräuschen abschirmt.Die Anwohner der Heidemannstraße bekommen eine Wand, die sie vor Abgasen und Verkehrsgeräuschen abschirmt. © Katharina BrumbauerSchallschutzwand für Verkehrsachse Heidemannstraße in München: Vor allem ein Bereich steht im Fokus

Vor allem den Bereich rund um die Bayernkaserne soll die Anlage abschirmen. Bis zum September, wenn dort die Grundschule am Schulstandort Nord in Neufreimann den Betrieb aufnimmt, sollen die Arbeiten abgeschlossen sein. „Das war den Vertretern der Grundschule ganz wichtig“, berichtet Barbara Epple (Grüne). Die Mädchen und Buben dürfen sich auch aktiv einbringen, wenn es darum geht, die Wand zu gestalten. Graffitis, die die Kinder selbst sprühen, sollen die Anlage einmal zieren.

Das Baureferat sieht Rankhilfen und eine Pergola-Konstruktion vor. Der BA hatte zunächst die Befürchtung, grüne Elemente könnten an der 3,50 Meter hohen Konstruktion fehlen. „Aber die Sorge, dass die Wand nicht schön wird, war unberechtigt“, sagt Epple jetzt. „Mit diesen Plänen können wir absolut leben“, betont Petra Piloty, Vorsitzende des Unterausschusses Stadtplanung und Architektur.

Verkehrschaos in München? Die größten Knotenpunkte in der LandeshauptstadtHauptbahnhof München mit Gleisanlagen Frauenkirche und einfahrendem Regional Express der DB DeutschFotostrecke ansehenJahrelang ein Thema – Vorbereitungen laufen

„Die Wand wird richtig lang“, ergänzt Epple. Im Bereich von der ehemaligen Bayernkaserne bis vor zu Ingolstädter Straße umfasst sie 350 Meter. Das Baureferat plant Durchlässe zur Straße mit ein, über die Passanten und Radfahrer queren können. Für diese wünschten sich die Mitglieder des BA noch einen sicheren, von der Straße abgegrenzten Weg. Insgesamt kalkuliert die Stadt – nach aktuellen Stand – 4,5 Millionen Euro für das Konstrukt ein.

Seit Jahren ist eine Lärmschutzwand für die Heidemannstraße immer wieder Thema. Jetzt geht die Verwaltung es an. „Im Moment“, berichtet Piloty, „laufen die Vorbereitungen“. An der Heidemannstraße soll auch der erste Radweg mit einem Solardach in München entstehen.

Mit dem Hallo München-Newsletter täglich zum Feierabend oder mit der neuen „Hallo München“-App immer aktuell über die wichtigsten Geschichten aus der Isar-Metropole informiert