Klick gemacht hat es irgendwo zwischen der vierten und fünften Klasse. Da fand sich Bilal Boulahroud plötzlich an der Hauptschule wieder. Da wo er nicht sein wollte, sich nicht so fühlte, als ob er dahin gehörte. „Ich habe mit einer Gesamtschulempfehlung die Grundschule verlassen, doch gelandet bin ich auf der Hauptschule“, sagt der heute 18-Jährige rückblickend. Während er dies erzählt, sitzt er im Schulleiterbüro des Math.-Nat. Eines von acht Gymnasien in Mönchengladbach. Warum Bilal Boulahroud auf die Hauptschule und nicht auf die Gesamtschule kam und warum er im Sommer 2026 als einer von ganz Wenigen das Abitur am Gymnasium macht, ist eine Geschichte von Höhen und Tiefen in der persönlichen Biografie eines besonderen Jungen und letztlich auch die von Chancengerechtigkeit und der Durchlässigkeit der Schulsysteme.