Mannheim. Die Feuerwehr Mannheim war in der Silvesternacht deutlich stärker gefordert als in den Vorjahren. So mussten die Einsatzkräfte zwischen Mitternacht und 2.30 Uhr zu 38 Bränden und zu zwei Hilfeleistungen ausrücken. Der Rettungsdienst hatte in diesem Zeitraum 31 Einsätze zu bewältigen. Gerade in den ersten zwanzig Minuten des neuen Jahres gingen praktisch ohne Unterbrechung ständig Notrufe ein, manchmal bis zu sieben gleichzeitig.
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Außer zahlreichen kleineren Vorfällen wie brennenden Mülltonnen, Bäumen oder Gebüsch gab es auch „einige größere, vielschichtige Einsätze“, so der stellvertretende Kommandant Jens Stiegel. „Es war dieses Jahr schon deutlich heftiger, zwischendurch waren wir definitiv ausverkauft“, so Stiegel – sprich alle verfügbaren Einsatzkräfte und Fahrzeuge waren unterwegs.
Größter Einsatz in der Gartenstadt
Dabei hatte die Berufsfeuerwehr, wie immer zum Jahreswechsel, das Personal ebenso aufgestockt wie die Integrierte Leitstelle und der Rettungsdienst. Zudem unterstützten über 80 Mitglieder von fünf Abteilungen der Freiwilligen Feuerwehr die Hauptamtlichen, indem sie auf den Gerätehäusern feierten und sofort abrücken konnten. „Und alle sind gerollt, ohne die wäre das gar nicht machbar gewesen, und das ist schon lange so“, sagte Stiegel dankbar.
Der größte Einsatz in den ersten Stunden des neuen Jahres war in der Gartenstadt, wo eine Doppelhaushälfte brannte. Der Brand ging nach Angaben der Feuerwehr von einem Anbau im Erdgeschoss aus. „Doch dann sind die Flammen in zwei Geschosse ins Gebäude reingelaufen, haben über die Dachtraufe auf das Dach übergegriffen“, so Einsatzleiter Andreas Schmitt. Haupt- und Ehrenamtliche von zwei Löschzügen waren hier lange beschäftigt, das Dach zu öffnen und zuvor zwei Segmente einer Solaranlage zu entfernen. Zwei Wohnungen sind hier nicht mehr bewohnbar.
Großer Zimmerbrand im Herzogenried
Ein großer Brand im Herzogenried war der letzte große Einsatz im alten Jahr. Gemeldet war zunächst ein Balkonbrand. „Es war aber ein fortgeschrittener Zimmerbrand, der auf den Balkon übergegriffen hatte“, so Schmitt. „Das hätte kritischer werden können, wenn es nicht so früh entdeckt worden wäre“, so der Einsatzleiter, zumal auf dem Balkon „hüfthoch leere Pfandflaschen standen“.