Sie knirschen, ziehen und knacken oder tun manchmal einfach höllisch weh: Die Gelenke sind eine Schwachstelle unseres Körpers. Denn das Zusammenspiel aus Knochen, Knorpeln, Sehnen und Muskeln ist einfach so komplex, dass es störungsanfällig ist. Am häufigsten schmerzen Knie, Hüfte, Fingergelenke und Schultern. Laut Robert Koch Institut hat jede vierte erwachsene Person Gelenkprobleme, ärztliche Hilfe sucht aber nur jede Dritte. Viele glauben, dass sowieso nichts hilft, oder nur eine Operation. „Dabei gibt es viele sehr wirksame Therapien, mit denen man OPs verhindern oder zumindest hinauszögern kann“, sagt Dr. Meike Diessner, die in ihrer Bochumer Praxis für integrative Orthopädie schulmedizinische Behandlungen mit naturheilkundlichen und ernährungsmedizinischen kombiniert. „Weil bei fast allen Gelenkproblemen Entzündungen vorliegen, ist laut neuesten Erkenntnissen eine entzündungsarme Ernährung oft der Schlüssel gegen die Schmerzen“, sagt die Expertin. Dazu richtet sich die Therapie vor allem nach der Frage, warum es zwickt und nicht danach, welches Gelenk wehtut. Gründe für Gelenkschmerzen gibt es viele.