Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat in seiner Neujahrsansprache die Möglichkeit eines Friedensabkommens mit Russland beteuert. „Das Friedensabkommen ist zu 90 Prozent fertig. Zehn Prozent bleiben“, sagte er in der Ansprache. Diese restliche Verhandlungsmasse seien „die zehn Prozent, die das Schicksal des Friedens, das Schicksal der Ukraine und Europas bestimmen werden“, fügte er hinzu.
In einer Reaktion auf den angeblichen Drohnenangriff auf Putins Residenz auf der Krim hat sich US-Präsident Donald Trump gegen den Kremlchef gestellt. „Putins Geschrei um die ‚Attacke‘ zeigt, dass Russland derjenige ist, der einem Frieden im Weg steht“, schrieb Trump und teilte einen Artikel der „New York Post“. In diesem hieß es, Putin wolle den angeblichen Angriff nutzen, um von seiner Blockade bei den Friedensgesprächen abzulenken.
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat in seiner Neujahrsbotschaft den Glauben an den Frieden hervorgehoben. Das auslaufende Jahr sei geprägt gewesen „von der Treue und Standhaftigkeit, den Prinzipien und der täglichen Arbeit der Ukrainer“, teilte er auf Facebook und X mit.
„Dieses Jahr wurde möglich dank unserer Verteidiger – denen, die es nicht nur für die Ukraine, sondern für alle verteidigt haben, die Freiheit und Würde schätzen.“ Man gehe nun gemeinsam weiter „mit dem, was uns zusammenhält: Erfahrung und Erinnerung, unsere Muttersprache, Hoffnung und Glaube“, teilte Selenskyj mit. Zudem nehme man die Fähigkeit zur Zusammenarbeit und Menschlichkeit in das neue Jahr mit. „Wir glauben an den Frieden, kämpfen dafür und arbeiten dafür“, schloss er seine Botschaft mit den besten Wünschen für das neue Jahr.
Kremlchef Putin hatte in seiner Neujahrsansprache dagegen seinen Glauben an den Sieg im Krieg gegen die Ukraine betont und sich siegessicher gezeigt. „Ich gratuliere unseren Kämpfern und Kommandeuren zum beginnenden Neuen Jahr! Wir glauben an sie und an unseren Sieg“, sagte Putin laut dem von Staatsmedien veröffentlichten Text der aufgezeichneten Videoansprache. Die russischen Soldaten, denen die Ukraine Kriegsverbrechen vorwirft, bezeichnete Putin erneut als „Helden“.