Auf den Straßen gab es dennoch wieder Dutzende durch Feuerwerkskörper Verletzte. Alleine im Unfallkrankenhaus Berlin (UKB) wurden bis zum Neujahrsmorgen laut vorläufiger Bilanz etwa 30 Menschen in der Rettungsstelle wegen solcher Verletzungen behandelt – darunter acht Kinder. Die Patientinnen und Patienten hatten laut der Sprecherin des UKB vor allem schwere Handverletzungen. Teils hätten Finger oder Teile der Hand amputiert werden müssen. Junge Männer, die sich über Raketenbatterien gebeugt hätten, hätten Verbrennungen an Gesicht und Kopf erlitten. Zudem gebe es Verletzungen an Augen und Ohren sowie Tinnitusbeschwerden. Erschreckend sei vor allem, die verzweifelten Eltern der verletzten Kinder zu sehen, sagte die Sprecherin.
In der Charité behandelten Ärztinnen, Ärzte und Pflegekräfte nach Angaben eines Sprechers zwischen 17 Uhr und 6 Uhr 41 Menschen wegen Verletzungen im Zusammenhang mit Feuerwerk, darunter fünf Kinder und Jugendliche. Auch hier ging es oft um Verletzungen der Hände und Knalltraumata.
970 Mal mussten in der Silvesternacht Krankenwagen ausrücken, laut Berliner Feuerwehr ein neuer Rekord. Es habe „kaputte Hände, abgesprengte Finger und zerstörte Gesichter“ gegeben, sagte der Feuerwehrsprecher Vinzenz Kasch.