Silvesternacht
Polizei zieht Bilanz – vereinzelte Angriffe auf Einsatzkräfte
01.01.2026 – 11:52 UhrLesedauer: 2 Min.
Polizei im Einsatz (Symbolbild): Die Kräfte ziehen eine Silvesterbilanz. (Quelle: IMAGO/Noah Wedel/imago)
Die Polizei Hannover äußert sich zur Silvesternacht. Es kam zu Angriffen auf Beamte mit Pyrotechnik.
Die Polizei Hannover hat eine vorläufige Bilanz zum Silvestereinsatz 2025/2026 in Hannover und Laatzen gezogen. Nach Einschätzung der Polizei Hannover verlief die Nacht vergleichsweise ruhig, obwohl es punktuell zu Containerbränden und vereinzelten Angriffen auf Einsatzkräfte mit Pyrotechnik kam.
Die Einsatzkräfte ahndeten mehrere Verstöße gegen das Sprengstoffgesetz, die Sprengstoffverordnung sowie gegen bestehende Feuerwerksverbotszonen. Ein Einsatzschwerpunkt waren Sachbeschädigungen durch brennende Abfallcontainer, insbesondere im Bereich Sahlkamp/Vahrenheide.
Kurz nach Mitternacht sollen mehrere Personen im Bereich der Gronostraße in Hannover-Ricklingen ein vierrädriges Leichtkraftfahrzeug umgekippt haben. Ein Mann soll Böller auf das Fahrzeug geworfen und mit einer vermeintlichen Maschinenpistole in die Luft geschossen haben, die sich später als Spielzeugwaffe herausstellte.
In vier Fällen wurden Einsatzkräfte der Polizei mit Pyrotechnik angegriffen. Gegen 21.40 Uhr seien Polizeikräfte auf der Georgstraße mit einem Böller beworfen worden, wobei niemand verletzt wurde. Bei einem weiteren Vorfall um 23.25 Uhr seien Polizisten mit einer Rakete beschossen worden, auch hier blieben die Beamten unverletzt.
Video | Feuerwerksverbot: ein Pro & Kontra
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Laut Anwohnermeldungen an die Polizei sollen Unbekannte gegen 3.45 Uhr einen großen, offenbar selbstgebauten Böller auf eine Tankstelle im Stadtteil Marienwerder geworfen haben. Der Böller habe die Verglasung und die Fassadenfront der Tankstelle zerstört. Trotz intensiver Suchmaßnahmen, auch unter Einsatz eines Polizeihubschraubers, konnten die Täter nicht gefasst werden.
Die Polizei führte in der Landeshauptstadt und in Laatzen insgesamt 185 Identitätsfeststellungen durch. Zudem leiteten die Beamten neun Ordnungswidrigkeitenverfahren wegen Verstoßes gegen die Feuerwerksverbotszone ein.
Polizeioberrat Maik Zilien zog als Gesamteinsatzleiter eine überwiegend positive Bilanz: „Der Jahreswechsel in Hannover und Laatzen verlief aus polizeilicher Sicht überwiegend ruhig.“ Die präventiven Maßnahmen und Einsatzkonzepte hätten Wirkung gezeigt, die Präsenz der Polizei wurde von den Menschen akzeptiert und respektiert. „In wenigen Fällen war polizeiliches Handeln erforderlich“, so der Gesamteinsatzleiter.
