Denis Kapustin lebt offenbar

Ukraine täuscht Tod von Milizchef vor – und kassiert

01.01.2026 – 16:34 UhrLesedauer: 2 Min.

Denis Kapustin (M., in Schwarz), alias "White Rex": Der ukrainische Geheimdienst HUR hat nach eigenen Angaben 500.000 Dollar Belohnung aus Moskau kassiert.Vergrößern des Bildes

Denis Kapustin (M., in Schwarz), alias „White Rex“: Der ukrainische Geheimdienst HUR hat nach eigenen Angaben 500.000 Dollar Belohnung aus Moskau kassiert. (Quelle: Screenshot/Telegram-Kanal russvolcorps)

Der Kreml hatte ein Kopfgeld von 500.000 Dollar auf Milizchef Denis Kapustin ausgesetzt. Das Geld hat sich angeblich Kiew gesichert – mit einer Finte.

Der ukrainische Militärgeheimdienst HUR hat Ende Dezember den Tod eines russischen Milizenführers fingiert, der in der Ukraine gegen Moskaus Truppen kämpft. Geheimdienstchef Kyrylo Budanow zeigte am Neujahrstag in einem Video den tot geglaubten Denis Kapustin, Chef des russischen Freiwilligenkorps RDK. Die Einheit kämpft an der Seite ukrainischer Truppen gegen die russische Invasion.

Kapustins Truppe hatte am 27. Dezember mitgeteilt, ihr Kommandeur sei im Gebiet Saporischschja durch einen russischen Drohnenangriff getötet worden. Seine Mitkämpfer drohten mit Rache für den Tod ihres Anführers mit dem Kampfnamen „White Rex“. Das RDK war in der Vergangenheit auch mit Kämpfern und schwerer Militärtechnik auf russisches Gebiet vorgedrungen und hatte dort zeitweilig Ortschaften kontrolliert. Seine Kindheit hatte Kapustin in Deutschland verbracht.

Ukrainische Geheimdienste hatten schon 2018 einen Todesfall vorgetäuscht und weltweit Schlagzeilen gemacht. Damals hieß es, der kremlkritische russische Kriegsberichterstatter Arkadi Babtschenko sei in Kiew bei einem Anschlag getötet worden. Einen Tag später zeigte sich, dass Babtschenko noch lebte. Mithilfe dieser Finte seien die Attentäter entlarvt worden.