Körnes Niklas Uellendahl in Aktion. Bei der Vorrunde der Dortmunder Hallenfußball-Stadtmeisterschaft trafenn Routiniers auf junge Talente. © Schapper

3 Min Lesezeit

Die 40. Hallenfußball-Stadtmeisterschaft in Dortmund schreibt einmal mehr ihre eigenen Geschichten. Für die einen ist der Auftritt auf dem Hallenboden eine Premiere, für andere längst zur liebgewonnenen Tradition geworden. Schon nach der Vorrunde zeigt sich: Die Mischung aus jungen Talenten und erfahrenen Führungsspielern macht den Reiz dieses Turniers aus.

Besonders auffällig waren in den ersten Turniertagen mehrere Nachwuchsspieler, die teilweise noch für die A-Jugend spielberechtigt sind, in der Halle aber bereits erstaunliche Reife bewiesen. Namen wie Jace Kunze (SF Sölderholz), Jona Nähle, Frederik Kurschus (beide SV Berghofen) oder Heinrich Luca Hitzegrad (ASC 09) sind nach der Vorrunde in aller Munde. Gleichzeitig bewiesen Routiniers wie Kevin Dölling (VfR Sölde) und Niklas Uellendahl (DJK TuS Körne), dass Erfahrung auf dem Hallenparkett weiterhin ein entscheidender Faktor ist.

Jace Kunze: Premiere mit Wirkung

Für Jace Kunze von den Sportfreunden Sölderholz war es die erste Hallenstadtmeisterschaft im Seniorenbereich – und eine, die Eindruck hinterließ. Der offensivstarke Youngster, der in der Kreisliga A bereits neun Saisontore erzielt hat, übertrug seine Qualitäten mühelos auf das schnelle Hallenspiel.

Kunze hatte großen Anteil daran, dass der A-Ligist die Zwischenrunde erreichte. „Es war ein unfassbar geiles Gefühl. Die Halle hat uns getragen und ich freue mich riesig auf die Zwischenrunde“, sagte Kunze nach der Vorrunde.

Jace Kunze ist auch in der Halle einer der Mittelpunkte im Spiel der Sportfreunde Sölderholz.© Wehrland

Beim SV Berghofen rückten gleich zwei junge Akteure in den Fokus. Torhüter Jona Nähle war ein entscheidender Faktor für das Weiterkommen seines Teams. Mit starken Paraden hielt er unter anderem den Sieg gegen einen Bezirksligisten fest und überzeugte zudem mit seiner fußballerischen Klasse.

Jung ist auch Frederik Kurschus (Jahrgang 2007), der eigentlich noch A-Jugend-Spieler ist. Für ihn erfüllte sich mit der Nominierung ein Traum. „Als ich erfahren habe, dass ich dabei bin, war ich natürlich mega stolz. Am Anfang war ich sehr nervös, aber das Team hat mich super aufgenommen und immer motiviert“, erzählt Kurschus.

Seinen Dank zahlte er auf dem Feld zurück: Beim 1:0-Erfolg gegen den VfR Sölde erzielte er den entscheidenden Treffer und glänzte immer wieder mit starken Einzelaktionen.

Jona Nähle ist als Torwart eine feste Stütze im Team des SV Berghofen.© Schaper

Auch Heinrich Luca Hitzegrad durfte einen besonderen Moment erleben. Der erst 18-jährige Torhüter erhielt das Vertrauen, für den Oberligisten ASC 09 Dortmund zwischen den Pfosten zu stehen. Eigentlich noch in der A-Jugend aktiv, bekam er in der Halle seine Chance – und nutzte sie. Mit zwei Siegen zog der ASC souverän in die Zwischenrunde ein. „Es war ein unglaubliches Gefühl. Es ist einfach mega, mit einer Oberliga-Mannschaft auf dem Platz zu stehen“, sagte Hitzegrad. Ob er auch in der Zwischenrunde zum Einsatz kommt, ist noch offen. Sicher ist jedoch nach den ersten Hallen-Eindrücken: Der talentierte Keeper kann eine vielversprechende Zukunft vor sich haben.

Erfahrung, die den Unterschied macht

Auch Niklas Uellendahl, Kapitän der DJK TuS Körne, überzeugte bei der Hallenstadtmeisterschaft erneut als Führungsspieler. Nachdem er am ersten Vorrunden-Tag noch unterstützend in der Turnierleitung im Einsatz war, übernahm er tags darauf Verantwortung auf dem Feld und führte sein Team nach anfänglichen Schwierigkeiten immer besser ins Turnier.

Im Überkreuzspiel gegen den BSV Fortuna sorgte Uellendahl mit dem zwischenzeitlichen 3:1 für die Vorentscheidung und präsentierte seine Erfahrung, die auch Kevin Dölling eindrucksvoll unter Beweis stellte: Der 32-Jährige absolviert für den VfR Sölde bereits seine 13. Hallenstadtmeisterschaft und führte sein Team insgesamt vier Mal in die Endrunde. Der spielstarke Linksfuß war in der Vorrunde Dreh- und Angelpunkt im Sölder Spiel, erzielte mehrere Treffer und blickt der nächsten Runde mit Vorfreude entgegen.

„Es wird natürlich nicht einfach, wir haben eine starke Halle erwischt. Aber genau das macht es interessant. Man wächst mit seinen Gegnern“, sagte Dölling schmunzelnd.

Dölling auch in diesem Jahr wieder ein entscheidener Faktor.© Schapper