Bonn – Der Jahreswechsel hat die Bonner Feuerwehr auch in diesem Jahr stark gefordert. Zwischen 21 Uhr am Silvesterabend und 4 Uhr am Neujahrsmorgen rückten die Einsatzkräfte zu insgesamt 55 Brandeinsätzen aus. Damit bewegten sich die Zahlen erneut auf einem hohen Niveau.

Bei den meisten Einsätzen handelte es sich um kleinere Brände. Vor allem brennende Mülltonnen und Container beschäftigten die Feuerwehr im gesamten Stadtgebiet. Ursache waren in vielen Fällen unsachgemäß gezündete Feuerwerkskörper.

Gegen 0.48 Uhr wurde ein gemeldeter Gebäudebrand im Stadtteil Röttgen ausgelöst. Vor Ort stellte sich jedoch heraus, dass lediglich ein Baum vor dem Gebäude Feuer gefangen hatte. Der Brand war bereits vor Eintreffen der Feuerwehr gelöscht, sodass nach einer kurzen Kontrolle kein weiteres Eingreifen notwendig war.

Ernsthafter war ein Einsatz um 1.43 Uhr in Bonn-Limperich. Dort stand eine Garage an einem Wohngebäude in Brand. Rauch und Flammen bedrohten angrenzende Wohnungen, weshalb mehrere Wohnräume kontrolliert werden mussten. Teilweise kam es zu Raucheintritt, der mit Lüftern beseitigt wurde. Verletzt wurde niemand. Die Nachlöscharbeiten dauerten bis etwa 3 Uhr an.

Kurz nach 2 Uhr brannte in Bonn-Beuel ein Container an einem ehemaligen Schulgebäude in der Neustraße. Das Feuer griff auf den Kellerbereich über. Durch einen gezielten Löschangriff von außen und im Innenbereich konnte der Brand rasch unter Kontrolle gebracht werden. Auch hier gab es keine Verletzten. Der Einsatz war nach rund einer Stunde beendet.

Ein Alarm der automatischen Brandmeldeanlage im Parkdeck des Bonner Stadthauses entpuppte sich gegen 3 Uhr als Fehlalarm.

Als besondere Einsatzschwerpunkte erwiesen sich in dieser Silvesternacht die nördlichen Stadtteile Tannenbusch und Dransdorf. Dort kam es wiederholt zu Bränden von Unrat auf der Straße. Zudem wurden die Einsatzkräfte durch größere Personengruppen massiv behindert. Feuerwehrfahrzeuge und Einsatzkräfte wurden gezielt mit Feuerwerkskörpern und Böllern beworfen. Das Löschen der Brände war nur unter massivem Polizeischutz möglich. Dank der Absicherung der Einsatzstellen und eines zurückhaltenden Vorgehens der Feuerwehr blieben Einsatzkräfte und Fahrzeuge unversehrt.

Neben den Brandeinsätzen verzeichnete auch der Rettungsdienst ein erhöhtes Einsatzaufkommen. Fünf Menschen mussten im genannten Zeitraum wegen Verletzungen durch Feuerwerkskörper behandelt werden.

Insgesamt waren in der Silvesternacht rund 150 Einsatzkräfte von Berufs- und Freiwilliger Feuerwehr sowie Hilfsorganisationen im Einsatz. Der Rettungsdienst wurde mit vier zusätzlichen Rettungswagen verstärkt, zudem standen zusätzliche Führungsdienste und Leitstellendisponenten bereit.