Die französische Regierung will Kindern unter 15 Jahren von September an die Nutzung sozialer Medien verbieten. Das berichteten französische Medien, darunter die Zeitung Le Monde. In der kommenden Woche will Präsident Emmanuel Macron dem Parlament demnach ein Gesetz vorstellen. Neben dem Zugang zu sozialen Medien soll es auch die Nutzung von Handys in Schulen stärker beschränken.
„Zahlreiche Studien und Berichte belegen mittlerweile die verschiedenen Risiken, die durch den übermäßigen Gebrauch digitaler Bildschirme bei Jugendlichen entstehen“, begründet die Regierung den Berichten zufolge das Gesetzesvorhaben. Zu den Risiken gehörten ungeeignete Inhalte, Cybermobbing und Schlafstörungen.
Macron hatte in der Vergangenheit bereits mehrfach entsprechende Regelungen für die Europäische Union gefordert. Im Sommer kündigte er an, sie in Frankreich umsetzen zu wollen, wenn die EU nicht binnen einiger Monate handeln würde. Zuvor hatte ein 14-Jähriger in der ostfranzösischen Stadt Nogent eine Aufseherin an einer Schule erstochen. Der Täter hatte häufig Gewaltvideos angeschaut.
Auf europäischer Ebene forderte im November das Parlament die Kommission auf, einen Gesetzesvorschlag für ein Verbot für Kinder unter 13 Jahren auszuarbeiten. 13- bis 16-Jährige sollten die Zustimmung ihrer Eltern benötigen. Als weltweit erstes Land hat darüber hinaus Australien im Dezember ein Verbot sozialer Medien für Kinder unter 16 Jahren eingeführt.
Kinder und soziale Medien
Social Media und Kinder:
Ist Social Media zu gefährlich für Kinder?
Z+ (abopflichtiger Inhalt);
Social Media Verbot:
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Social-Media-Verbot in Australien:
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