Untersuchung: Personal trifft keine Schuld
Laut BFU-Bericht öffnete sich das Frachttor, weil offenbar Eis Mikroschalter und Sicherungsstifte am Schließsystem blockierte. Zudem wurde den Angaben zufolge Luft im Hydrauliksystem des Frachttors festgestellt, was sich auf die Verriegelung auswirkte. Weder dem Bodenpersonal noch den Piloten sei ersichtlich gewesen, dass das Frachttor nicht korrekt verriegelt war.
Zuerst hatte das Luftfahrtportal Aerotelegraph.com aus dem Abschlussbericht der Untersuchungsbehörde zitiert. Die Bundesstelle sieht Parallelen zu einem ähnlichen Vorfall sieben Jahre zuvor bei einer baugleichen Maschine im russischen Magadan und empfiehlt, das Frachttor-System zu überarbeiten. DHL hat bereits unmittelbar nach dem Vorfall laut Bundesstelle interne Sicherheitsanweisungen erlassen.
Frachtflugzeug weiter im Einsatz
Die betroffene Maschine ist laut Flugzeugdaten im Internet als Passagiermaschine 1992 in Betrieb genommen worden. Später wurde sie nach Eigentümerwechseln zum Frachtflugzeug umgebaut und erhielt dabei das Frachttor, welches sich im Flug geöffnet hatte.
Im Jahr 2018 kam die Maschine demnach zu DHL und wurde zunächst in Großbritannien zugelassen. Inzwischen fliegt sie für DHL Austria und hob in der Nacht zum Dienstag von Leipzig/Halle nach Tel Aviv ab.