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An Bord eines Lufthansa-Fluges von München nach Peking kam es zu einem medizinischen Notfall – mit tragischem Ende. © dpa/Screenshot flightradar24.com (Montage)
Ausgerechnet an Weihnachten hat sich auf einem Langstreckenflug von München nach Peking ein Drama abgespielt. Ein Passagier verlor in großer Höhe das Bewusstsein und starb. Auch eine außerplanmäßige Landung konnte ihn nicht mehr retten.
München/Almaty – Passiert ist das Ganze an Bord von Lufthansa-Flug LH722 auf dem Weg von München nach Peking (China). Der Airbus A350-900 mit der Registrierung D-AIXO war am Abend des 25. Dezember (Ortszeit) ziemlich pünktlich auf dem Airport im Erdinger Moos gestartet, wie unter anderem aus Daten von flightradar24.com hervorgeht. Das Ziel in der chinesischen Hauptstadt hätte rund zehn Stunden später erreicht werden sollen.
Zunächst lief auch alles nach Plan: Die Maschine flog ganz regulär in Reiseflughöhe über Osteuropa, das Schwarze Meer und das Kaspische Meer, bis es offenbar irgendwo über Turkmenistan/Uzbekistan an Bord zu einem medizinischen Notfall kam. Daraufhin nahmen die Piloten Kontakt zur Flugsicherung auf und baten um eine außerplanmäßige Landung.
Passagier verliert Bewusstsein während des Fluges
„Am 26. Dezember (Ortszeit) fühlte sich ein Passagier an Bord des Lufthansa-Flugs LH722 auf dem Weg von München nach Peking plötzlich unwohl und verlor im Anschluss das Bewusstsein. Die Besatzung entschied sich deshalb für eine Notlandung auf dem internationalen Flughafen Almaty (ALA) in Kasachstan. Der medizinische Dienst des Flughafens und ein Rettungswagen wurden umgehend zum Flugzeug entsandt“, teilte die kasachische Luftfahrtbehörde in einer ersten Stellungnahme mit.
Doch alles half nichts: Als das Flugzeug in Almaty aufsetzte, war der Passagier bereits tot. Die Rettungskräfte konnten nichts mehr für den Mann tun. Über die Identität des Verstorbenen sind bislang keine weiteren Informationen bekannt. Es war lediglich von einem „ausländischen Staatsangehörigen“ die Rede, wie die zuständige Luftfahrtbehörde weiter mitteilte. „Die Flughafenpolizei hat standardmäßig ein Strafverfahren eingeleitet. Als vorläufige Todesursache wird akutes Herzversagen angenommen“, hieß es von Seiten des Flughafens. Der Airbus wurde nach dem Zwischenfall in Almaty aufgetankt und konnte seine Reise dann mit rund zweistündiger Verzögerung in Richtung Peking fortsetzen. (mw)