Mehr Leistung, mehr Funktionen, mehr MPC!

2. Januar 2026

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AKAI MPC Live III, Music Production Center

Die neue AKAI MPC Live III hat bereits im Vorfeld für großes Aufsehen gesorgt. Sie erweitert das klassische Konzept mit jeder Menge moderner Features. Man sieht bereits auf den ersten Blick einige Neuerungen, doch auch im Innenleben hat sich einiges getan. Wir haben für euch alle neuen Funktionen und Inhalte einmal genau unter die Lupe genommen.

Kurz & knapp

Was ist es? AKAI MPC Live III, autarkes Music Production Center mit neuer Hardware-Architektur, MPC3 OS und umfangreichen Performance- und Workflow-Erweiterungen.

  • Leistungsplus: Deutlich mehr Rechenleistung, 8 GB RAM, 128 GB Speicher sowie massiv erweiterte Polyphonie und Track-Anzahl.
  • Neue Bedienkonzepte: MPCe Pads mit Quadranten, Step-Sequencer, Touchstrip-Controller und Clip-Matrix erweitern Spielweise und Workflow spürbar.
  • Konnektivität: Zusätzliche Audioeingänge, USB-C-Recording, ausgebaute CV-Matrix und Standalone-Betrieb mit Akku.
  • Praxis & Fazit: Trotz größerer Komplexität vertrauter MPC-Workflow; neue Funktionen sorgen für frische Arbeitsweisen und machen das Upgrade fast zur Pflicht.

AKAI MPC Live III vs. AKAI MPC Live II

Schauen wir uns zunächst die wichtigsten Spezifikationen der AKAI MPC Live III an. Zum Vergleich habe ich die jeweiligen Eigenschaften der AKAI MPC Live II (in Klammern) gegenüber gestellt:

  • Betriebssystem: MPC3 OS
  • Prozessor: 8 Kern (4 Kern)
  • Arbeitsspeicher: 8 GB RAM (2 GB RAM)
  • Speicher: 128 GB (16 GB)
  • Plug-in-Spuren: 32 (8)
  • Audiospuren: 16 (8)
  • Polyphonie: 256 (64)
  • Anzahl simultaner Vocal Harmonizer: 16 (1)
  • Anzahl simultaner DrumSynthMulti: 16 (1)

AKAI MPC Live III vs AKAI MPC Live II

Links: AKAI MPC Live III, rechts: AKAI MPC Live II

Neu hinzugekommen sind folgende Funktionen und Inhalte:

  • MPCe Pads (mit vier Quadranten)
  • Step-Sequencer
  • Touchstrip-Controller
  • Clip-Matrix
  • integriertes Mikrofon
  • Super-Timestretch-Algorithmus
  • CV-Matrix
  • Envelope-Follower/LFO
  • USB-C-Recording
  • MPC Pro Pack (AIR Visual EQ4, Air Reverb Pro, AIR Utility, AIR Fabric Select)

Wichtige Informationen für Nutzer der 2er Version

Projekte einer MPC II weisen ein anderes Verhalten auf, wenn man sie in eine neue MPC 3 laden möchte. Dies ist bedingt durch die neue Architektur, vor allem durch das Zusammenführen von Spuren und Programmen. Um die Bearbeitungsmöglichkeiten zu erhalten, empfiehlt AKAI dringend, Projekte aus einer MPC II vorher zu sichern. Im Handbuch wird nochmals etwas deutlicher erklärt, auf was genau zu achten ist.

Ebenfalls wichtig zu wissen ist, dass das MPC Pro Pack, das bei der AKAI MPC Live III enthalten ist, für Nutzer der MPC II kostenpflichtig ist.

Lieferumfang der AKAI MPC Live III

Die AKAI MPC Live III wird sicher verpackt in einem braunen Pappkarton samt Umverpackung geliefert. Meiner Meinung nach hätte man am Produktkarton direkt eine Trageschlaufe befestigen können, wie es beispielsweise KORG seit geraumer Zeit vormacht.

Zum Lieferumfang gehören, neben der AKAI MPC Live III, das dazugehörige Netzteil, ein USB-C-Kabel mit Schraubvorrichtung, vier klebbare Gummifüße, ein Staubtuch und ein Quick Start Guide. Lediglich um die SD-Karte muss man sich selbst kümmern.

AKAI MPC Live III USB-C-Kabel

Das USB-C-Kabel mit einseitiger Schraubvorrichtung

Einrichtung der AKAI MPC Live III

Um die AKAI MPC Live III in vollem Umfang nutzen zu können, sollte sie zunächst individuell eingerichtet werden. Wer noch keine MPC besitzt, muss sich und das Gerät online registrieren, eine App installieren und die MPC mit dem Internet verbinden.

Man kann zwar auch direkt loslegen und es sind auch schon einige Projekte, Plug-ins und Samples vorinstalliert, jedoch fehlen dann einige sehr nützliche Tools. Allen voran das Expansion „MPCe Expressive Kits“. Hier bekommt man verschiedene Templates geboten, um die neue Expression-Funktion der MPCe Pads nutzen zu können.

AKAI MPC Live III Startbildschirm

Der Startbildschirm der AKAI MPC Live III

Spezifikationen der AKAI MPC Live III
Äußeres

Da sich mit den neuen Funktionen auch die Architektur etwas verändert hat, lohnt sich eine genauere Betrachtung von außen. Die Verarbeitung ist in der gewohnten Qualität und die AKAI MPC Live III macht erwartungsgemäß einen sehr hochwertigen Eindruck.

Die neuen Tasten und der Touchstrip-Controller sowie das farbliche Design der MPCe Pads fallen vermutlich als Erstes auf. Das integrierte Mikrofon ist dagegen eher unauffällig und sitzt mittig oberhalb der Lautsprecher. Das alles braucht natürlich seinen Platz und so fällt die neue AKAI MPC Live III auch größer und schwerer aus als der Vorgänger. Auch hier lohnt sich eine kurze Gegenüberstellung:

  • Größe (B x T x H): 436 x 256 x 67 mm (412 x 244 x 46 mm)
  • Gewicht: 3,9 kg (3,4 kg)

Inneres

Auch das Innere der AKAI MPC Live III wurde ordentlich aufgerüstet.

Neben dem neuen MPC3 OS Betriebssystem bietet die Live III einen verbesserten 8-Kern-Prozessor der zweiten Generation, der die vierfache Leistung gegenüber der MPC Live II aufweist. Mit 8 GB RAM Arbeitsspeicher und 128 GB internem Speicher sollte die MPC Live III für zukünftige Updates gut gerüstet sein.

Somit ist auch einiges mehr möglich als zuvor. Mit der AKAI MPC Live III lassen sich nun bis zu 32 Plug-in-Tracks laden und bis zu 16 Audiospuren erstellen. Vergleicht man all diese Zahlen mit der vorherigen Version, wird schnell deutlich, wie enorm groß dieses Update ist.

Doch es liest sich nicht nur so, man merkt es auch direkt beim ersten Test. Über das Disk-Streaming werden Audiodateien direkt abgespielt, was nun spürbar schneller funktioniert als bei älteren Modellen. Dementsprechend werden auch Projekte schneller geladen und Audio schneller exportiert.

Die neue Power ist beim Start der AKAI MPC Live III deutlich zu hören. Das Geräusch flacht aber schnell ab und während der Testphase war die MPC still wie die Nacht. Lediglich am hinteren Teil des Gehäuses wurde sie etwas warm, aber auch nicht allzu heiß.

Akai MPC Live III

Anschlüsse der AKAI MPC Live III

Die ohnehin schon üppigen Anschlüsse der Live II wurden um zwei Elemente erweitert. Neben den bereits bestehenden sechs Line-Ausgängen, dem Kopfhörerausgang, den doppelten MIDI-Ein- und -Ausgängen, den vier CV-Anschlüssen für bis zu acht CV-Signale und dem RCA-Eingang, gibt es nun noch zwei Kombibuchsen für XLR und Klinke als Audioeingänge.

Auch ein USB-C-Eingang wurde hinzugefügt und die beiden ursprünglichen USB-Eingänge bleiben uns sogar erhalten. Der USB-C-Port unterstützt bis zu 24 Audiospuren und bis zu 32 MIDI-Kanäle.

Zu guter Letzt seien noch der SD-Karten-Eingang und der Anschluss für das 19-Volt-Netzteil erwähnt. Durch den verbauten Lithium-Ionen-Akku lässt sich die MPC aber auch für einige Stunden ohne Netzteil betreiben.

AKAI MPC Live III Anschlüsse

Die Rückseite der AKAI MPC Live III

Neue 3D-Sensor-Technologie der RGB-Pads

Die neuen MPCe Pads bringen ganz neue Dimensionen in die Welt der AKAI MPC Live III. Die beliebte Qualität der anschlagsdynamischen Pads ist gleich geblieben. Nun lassen sich jedoch bis zu vier Samples, Artikulationen oder Effekte auf ein Pad laden. Diese vier Teilbereiche werden als Quadranten bezeichnet und befinden sich in den Ecken eines jeden Pads. Bei 16 Pads macht das in der Summe bis zu 64 Samples pro Bank oder 16 Samples pro Bank mit jeweils bis zu vier Artikulationen oder Effekten.

AKAI MPC Live III MPCe Pads

Die neuen MPCe Pads

Somit kann man beispielsweise vier verschiedene Drum-Sounds triggern, ein Sample in verschiedenen Variationen und Artikulationen spielen oder auch zwischen verschiedenen Klängen überblenden. Das ist vor allem, aber nicht nur, für Finger-Drummer eine komplett neue Spielwiese. Passend dazu gibt es auch neue Expansion-Packs, die folglich nicht mit älteren Modellen kompatibel sind.

Die Einrichtung ist zu Beginn etwas holprig, daher empfehle ich, zumindest für den Einstieg mit den MPCe Expressive-Kits zu arbeiten. Hier gibt es verschiedene Templates für unterschiedlichste Anwendungen.

Dass die MPCe Pads etwas größer ausfallen als die vorherigen MPC Pads, fällt auf den ersten Blick gar nicht auf, da sie etwas näher beieinander liegen.

AKAI MPC Live III Layers

Bis zu vier Sounds lassen sich stapeln und auf die Quadranten verteilen

RGB-Tasten für Step-Sequencing und vieles mehr

16 neue Funktionstasten wurden der AKAI MPC Live III spendiert. Sie bilden eine vertikale Linie am oberen Rand und sind zunächst als Step-Sequencer gedacht. Für längere Sequenzen gibt es eine Vor- und eine Zurück-Taste, womit sich der Step-Sequencer über die gesamte Song-Struktur hinweg sehr nützlich machen kann.

Unterhalb jeder Taste können verschiedene Funktionen aufgerufen werden:

  • Drum Seq: Programmierung einzelner Noten
  • Note-Seq: Programmierung mehrerer Noten
  • Step Edit: Velocity, Ratchets, Probabilty, Nudge, Hüllkurve, Filter, Tuning, Layer, Slice
  • Note Length: Anpassung der Notenlänge
  • Last Step: Länge einer Sequenz
  • Automation: Parameter Locks
  • Clip Launch: abspielen von Clips
  • Row Launch: abspielen von Reihen (Clip Launcher)
  • Track Select: Auswahl einer oder mehrerer Spuren
  • Track Arm: eine oder mehrere Spuren aufnahmebereit schalten
  • Track Mute: eine oder mehrere Spuren stummschalten
  • Pad Mute: ein oder mehrere Pads stummschalten
  • Next Seq: triggert Sequenzen
  • Q-Link Pad Grid: freie Zuweisung von mehreren Parametern zu einer Taste
  • Visuals: verschiedene Lichtmodi, u.a. auch zum Metering
  • Edit Actions: öffnet das Track-Edit-Fenster

AKAI MPC Live III Sequenzer

Die Sequencer-Reihe der AKAI MPC Live III

Die Programmierung erfolgt intuitiv. Im Drum-Modus wird das zuletzt berührte Pad oder dessen Quadrant im Sequencer angezeigt, beziehungsweise kann es dort programmiert werden. Im Note-Modus wird eine Note eingespielt und im Anschluss automatisch zum nächsten Schritt gewechselt, um die nächste Note oder eine Pause zu programmieren.

Mit den oben genannten Funktionen ist zwar nichts möglich, was auch nicht vorher ohne einen Sequencer umzusetzen gewesen wäre, die Bedienung und der Workflow sind jedoch deutlich anders. Für mich persönlich eine tolle Erweiterung, die gerne in alle zukünftigen MPCs Einzug erhalten darf.

AKAI MPC Live III List

In der List-Ansicht lassen sich weitere Parameter-Locks realisieren

Der erweiterte CV-Bereich der AKAI MPC Live III

Der CV-Bereich wurde erweitert und wird die Modular-Freunde unter uns die Hände reiben lassen. Im Edit-Fenster eines CV-Tracks kann wie gewohnt jeder CV-Ausgang individuell konfiguriert werden und es wird zunächst zwischen einer Melodie- (CV/Gate) und einer Drum-Spur (nur Gates) unterschieden.

Es lassen sich aber auch LFOs und Hüllkurven über die CV-Ausgänge ausspielen und es gibt nun auch einen Step-Sequencer als Modulationsquelle. Außerdem lassen sich die Signale per Offset verschieben und in einer Modulationsmatrix miteinander verknüpfen. So läuft nicht nur alles im Studio wunderbar synchron, man spart sich potentiell auch nochmal einiges an Geld.

AKAI MPC Live III CV Matrix

Die CV-Matrix der AKAI MPC Live III

Clip-Matrix, Ableton Import & der Live Control Mode

Mit der neuen Clip-Matrix wurde sinnvollerweise direkt der Import von Ableton-Projekten möglich gemacht. Doch auch wer Ableton nicht nutzt, wird hier einen neuen Weg finden, seinen Workflow zu optimieren. Wer das non-lineare Arbeiten noch nicht gewohnt ist, sollte keine Scheu davor haben.

Das Prinzip folgt dem der Clip-Matrix aus Ableton Live. Die Spuren werden vertikal angezeigt und horizontal befinden sich beliebig viele Reihen. Jede Reihe hat für jede Spur einen Slot, in dem Clips erstellt werden können. Über die Pads oder den Sequencer können dann einzelne Clips oder ganze Reihen abgespielt werden.

Im Live-Control-Modus lässt sich dann auch Ableton Live mit der MPC bedienen. So sind beispielsweise Transportfunktionen und eine Steuerung des Mixers möglich. Auch Ableton Devices und Drittanbieter-Plug-ins lassen sich so kontrollieren.

AKAI MPC Live III Clip Matrix

Clip-Matrix der AKAI MPC Live III

Der Touchstrip-Controller der AKAI MPC Live III

Der Touchstrip-Controller wertet die Live-Performance der AKAI MPC Live III nochmals ordentlich auf. Es gibt zehn verschiedene Modi und bei Bedarf lässt sich das Touchstrip auch deaktivieren:

  • Q-Link: Q-Link-Steuerung
  • Pad Level: Lautstärke eines Pads
  • Track Level: Lautstärke einer Spur
  • Touch FX: zur Steuerung des Touch-FX-Plug-in oder für externe MIDI-Geräte
  • Notes: zum Abspielen von Noten (mit Grundton, Skala, Oktave, Velocity, Notenanzahl)
  • Pitchbend: verhält sich wie ein Pitchwheel
  • Mod Wheel: verhält sich wie ein Modwheel
  • Sustain: verhält sich wie ein Sustain-Pedal
  • Expression: verhält sich wie ein Expression-Pedal
  • Crossfader: verhält sich wie ein individueller Crossfader (unten = links, oben = rechts)

Bei Bedarf lässt sich die Touchstrip-Funktion auch deaktivieren. Beim Arbeiten mit dem Touchscreen war mir das sehr willkommen, da ich hier öfter den Touchstrip bediente als es mir lieb war.

In den Einstellungen lässt sich unter anderem auch eine Hold-Funktion aktivieren bzw. deaktivieren.

AKAI MPC Live III Touchstrip-Controller

Der Touchstrip-Controller der AKAI MPC Live III

Mikrofon der AKAI MPC Live III

Das integrierte Mikrofon ist nicht nur ein Gimmick, sondern eignet sich tatsächlich ganz gut, um Geräusche aufzunehmen. Für Vocals gibt es sicherlich bessere Optionen, wobei die Qualität keineswegs minderwertig und sie für bestimmte Anwendungen sicherlich auch ausreichend ist.

Es handelt sich dabei um ein Kondensatormikrofon, weitere Details sind nicht bekannt. Es ist auch möglich, in Stereo aufzunehmen, wobei hier das Signal lediglich dupliziert wird.

AKAI MPC Live III Mikrofon

Das integrierte Kondensatormikrofon der AKAI MPC Live III

Stem-Separation mit der AKAI MPC Live III

Die Stem-Separation ist leider nach wie vor nur nach einem Kauf dieser zusätzlichen Funktion (zu einem Preis von 9,99 USD) verfügbar. Informationen sowie einen Soundcloud-Player mit Klangbeispielen findet ihr auf der Website des Herstellers.

Die Angaben zu der benötigten Zeit zum Rendern der Stems variieren je nach Algorithmus. Mit der Desktop-Variante dauert es laut AKAI 25 Sekunden bei einer Minute Material. Bei der Standalone-Variante dagegen ganze 85 Sekunden. Um ganze Songs in Stems zu separieren, wird generell die Desktop-Variante empfohlen.

Nach der Trennung in die einzelnen Bestandteile können die einzelnen Stems nochmals direkt in Lautstärke, Tonhöhe und Panning angepasst werden. Selbstverständlich lassen sie sich auch ganz gewöhnlich in einer Audiospur weiterbearbeiten.

AKAI MPC Live III Stem Separation

Stem-Separation mit der AKAI MPC Live III

Das MPC Pro Pack
AIR Fabric Select

AIR Fabric Select ist ein modernes Instrumenten-Plug-in, basierend auf Samples aus zwei Layern. Wer gerne auf Presets zurückgreift, wird sich hierüber sicherlich freuen, denn davon gibt es einige. Nachbearbeitungen sind nur bedingt möglich und eigene Samples können nicht importiert werden. Als kostenloser Zusatz ist AIR Fabric Select aber eine nette Erweiterung.

AIR Reverb Pro

Das neue AIR Reverb Pro bietet mehr Kontrolle als das AIR Reverb. Für die frühen Reflexionen gibt es verschiedene Modi und die Hallfahne lässt sich mit einem Equalizer feiner justieren. Außerdem lässt sich das Pre-Delay zum Tempo synchronisieren und die Stereobreite für den Ein- und Ausgang vergrößern und verringern. Mit integrierten Modulatoren schafft es das AIR Reverb Pro, sowohl recht natürliche als auch surreale Räume zu erstellen.

AIR Visual EQ4

Der AIR Visual EQ4 ist ein parametrischer 4-Band-Equalizer, d. h. es gibt für jedes Band Parameter zur Anhebung/Absenkung, Frequenz und Filtergüte. Im Vergleich zum AIR Para EQ, der ebenfalls ein parametrischer 4-Band-Equalizer ist, bietet der AIR Visual EQ4 mehr Filtertypen, darunter Peak, Notch, Bandpass sowie Tief- und Hochpassfilter.

Weiterhin gibt es eine Visualisierung für das Audiosignal, was sicherlich nicht nur für Einsteiger das Leben etwas angenehmer macht. Leichte Anhebungen und Absenkungen sind optisch leider nur schwer zu sehen. Auch ein Punkt für die Grenzfrequenz fehlt und das Plug-in ist aktuell ohne Touch-Funktion.

AIR Utility

AIR Utility ist ein nützliches Mixing-Plug-in mit verschiedenen Funktionen für Ein- und Ausgangssignale. Für Eingänge lassen sich links wie rechts die Phasen drehen, es gibt eine Mono- und eine Mid-Side-Schaltung, die Stereobreite lässt sich vergrößern und verringern und man kann Bassanteil innerhalb eines gewählten Frequenzbereichs, zu Mono wandeln.

Für den Ausgang gibt es eine Mute-Funktion, einen DC-Offset-Schalter sowie einen Gain- und einen Panning-Regler. Mit dem Gain-Regler lässt sich das Signal wohlgemerkt nur absenken und nicht anheben.

Weitere Funktionen der AKAI MPC Live III
USB-MIDI-Interface

Über USB-C kann die AKAI MPC Live III bis zu 24 Audiokanäle (24 Bit/48 kHz) sowie bis zu 32 MIDI-Kanäle senden und empfangen. Mit Studio One Pro 7 (und vermutlich auch allen anderen DAWs) funktionierte die MPC als Plug’n’Play-Interface einwandfrei.

AKAI MPC Live III USB-C-Recording

Bis zu 24 Mono-Kanäle lassen sich per USB-C aufnehmen

Envelope-Follower & LFO

Etwas versteckt im Q-Link-Bearbeitungsmodus, gibt es einen Envelope-Follower oder wahlweise einen LFO.  Genauer gesagt sind es bis zu 16 davon. Für den Envelope-Follower gibt es alle nötigen Parameter, für den LFO sieben verschiedene Schwingungsformen.

AKAI MPC Live III Envelope Follower

Der neue Envelope-Follower der AKAI MPC Live III

Verbesserter Algorithmus für Timestretching

Neben den bisher bekannten Timestretch-Algorithmen „Proten“ und „Repitch“ gibt es nun noch die Option „Super“. Mittels eines FFT-Algorithmus wird hier eine deutlich verbesserte Qualität erzielt und Artefakte tauchen erst bei sehr großen Veränderungen auf, beziehungsweise können bei kleineren Änderungen besser vermieden werden.

AKAI MPC Live III Super Timestretch

Der Super-Timestretch-Algorithmus ist standardmäßig aktiviert

Die AKAI MPC Live III in der Praxis

Trotz der neuen Architektur kommt man mit der AKAI MPC Live III ganz schnell in einen gewohnten Workflow. Für viele Funktionen war ein Blick ins Handbuch gar nicht nötig, für andere wenige wiederum musste ich im Internet auf die Suche gehen.

Die Bedienung der Clip-Matrix erschien mir an manchen Stellen etwas fragwürdig, allerdings bin ich auch immer noch überwiegend das lineare Arbeiten gewohnt. So passierte es mir zu Beginn öfter, dass ganz andere Clips und Sounds von meinem Arrangement in die Clip-Matrix kopiert wurden.

Der Step-Sequencer ist an manchen Stellen etwas umständlich zu bedienen, aber dennoch eine tolle und nützliche Erweiterung. Nach ein paar Tagen wusste ich ziemlich schnell, in welchen Momenten ich auf den Step-Sequencer und in welchen ich auf das Arrangement-Fenster sowie die Piano-Roll zugreifen sollte.

Im Kern ist die MPC also eine MPC geblieben, nur eben etwas größer und mit noch mehr Funktionen ausgestattet. Die Umsetzung hätte deutlich schlechter gestaltet werden können und ich bin jetzt schon sehr gespannt, was zukünftige Updates bezüglich der neuen Funktionen so mit sich bringen.

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