Ein Baum brennt im Naturschutzgebiet Eichenhain. Foto: privat
Auch an Neujahr ist die Feuerwehr in Stuttgart gefordert. Auch in einem Naturschutzgebiet bricht ein Feuer aus.
Auch nach Silvester hatte die Feuerwehr in Stuttgart gut zu tun. „Wir hatten mit den Nachwehen zu kämpfen“, sagte Sprecher Daniel Anand am Freitagmorgen. Das sei auch in den vergangenen Jahren so gewesen. Mutmaßlich waren vor allem Restbestände von Silvesterfeuerwerk, das nur an Silvester und Neujahr abgebrannt werden darf, ursächlich.
Seit Donnerstagabend waren im Stadtgebiet zwischen 15 und 20 kleinere Brände ausgebrochen, die die Feuerwehr aber allesamt schnell in den Griff bekam. Meist brannten Müllcontainer, teils auch Büsche und Bäume.
Baum brennt im Naturschutzgebiet
Das war auch im Naturschutzgebiet Eichenhain der Fall. Die Feuerwehr wurde wegen eines brennenden Baumes gegen 23 Uhr alarmiert. „Der Baum brannte im oberen Bereich in voller Ausdehnung“, so Anand. Nach gut eineinhalb Stunden war der Einsatz beendet, allerdings nur vorerst. Denn gegen 6 Uhr brannte der Baum erneut.
Bei Temperaturen um den Gefrierpunkt in der Nacht liegt der Verdacht nahe, dass ein Feuerwerkskörper den Brand verursacht hat. Die Polizei ermittelt wegen Brandstiftung. Ein Zeuge sah männliche Personen von der Stelle wegrennen.
In vielen anderen Fällen dürften ebenfalls Feuerwerkskörper ursächlich für die Brände sein. Anand will nicht spekulieren, er weißt aber daraufhin, dass in der Natur im Umgang mit Feuer immer „erhöhte Vorsicht“ geboten sei. „Auch bei so kalten Temperaturen wie derzeit, kann es brennen“, sagt er.
Der Eichenhain am Rande des Stadtbezirks Sillenbuch wurde bereits 1947 unter Naturschutz gestellt. Gebiete, die in diese Kategorie fallen sind oft die letzten Rückzugsgebiete seltener Arten, sodass der Schutz ihrer Lebensräume dort von besonderer Bedeutung ist. Die Stadt Stuttgart bezeichnet die Fläche mit ihren Biotopen als „herausragenden Lebensraum für Tiere und Pflanzen“ und „kulturhistorisches Zeugnis“.