Berlin – Jetzt hat ein Brandstifter auch den letzten Kältebus der Berliner Stadtmission abgefackelt! Kurz nach Weihnachten hatten die ersten zwei Fahrzeuge, die eigentlich Obdachlose vor dem Kältetod schützen sollen, gebrannt. An Neujahr wurde nun ein weiterer angesteckt.

Gegen 14.30 Uhr soll ein Mann (43) den dritten, noch unbeschädigten Kältebus der Berliner Stadtmission auf dem Parkplatz in der Lehrter Straße 68 angezündet haben. Die Mitarbeiter der Stadtmission konnten den Brand mit Feuerlöschern löschen. Auch der dritte Kältebus sei nun jedoch nicht mehr einsetzbar, teilte die Berliner Stadtmission mit.

Erneuter Brand-Anschlag auf Kältebus

Ein Security-Mitarbeitender und ein Mitarbeiter der Berliner Stadtmission haben den Verdächtigen auf frischer Tat ertappt und konnten ihn der Polizei übergeben, so die Stadtmission weiter. „Wir ermitteln wegen des Verdachts der Brandstiftung“, sagt eine Polizeisprecherin. Außerdem wird geprüft, ob der 43-Jährige auch für die erste Brandstiftung verantwortlich ist.

Am vergangenen Wochenende war bereits einer der Kältebusse angezündet worden und vollständig ausgebrannt. Ein zweiter Bus daneben war ebenfalls durch das Feuer beschädigt worden.

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Die Anschläge auf die Fahrzeuge der Kältehilfe Ende Dezember hatten eine „große Welle der Solidarität und Hilfsbereitschaft“ ausgelöst, berichtet die Stadtmission. Andere Unternehmen hatten in den vergangenen Tagen ihre Hilfe und Fahrzeuge angeboten. Dadurch konnten die nächtlichen Fahrten der Kältebusse weiter im bisher gewohnten Umfang stattfinden.

Die drei aus Spenden finanzierten Kältebusse der Berliner Stadtmission fahren seit dem 1. November im nun 31. Jahr durch Berlin. Beladen mit Schlafsäcken, heißem Tee oder Suppe bringen sie Obdachlose ins Warme, um sie vor dem Kältetod zu bewahren.