Dynamo Dresden hat am Freitagnachmittag  Sören Gonther als neuem Sportgeschäftsführer vorgestellt. Der 39-Jährige tritt sein Amt in einer extrem schwierigen sportlichen Lage an: Dynamo ist Tabellenletzter der 2. Bundesliga, der Klassenverbleib ist akut gefährdet.

Gonther machte bei seiner Präsentation jedoch unmissverständlich klar, dass es trotz der Situation keine Trainerdiskussion gibt. Thomas Stamm genießt weiterhin das volle Vertrauen des neuen Sportchefs. Stamm habe in Dresden bereits bewiesen, dass er Spieler entwickeln und mit schwierigen Phasen umgehen könne. Für Gonther steht fest, dass es „überhaupt keinen Zweifel“ daran gebe, dass Stamm der richtige Trainer für die aktuelle Situation sei.

Inhaltlich ordnet Gonther die sportliche Lage nüchtern ein. Der Rückstand in der Tabelle sei spürbar, aber aus seiner Sicht nicht aussichtslos. In vielen Spielen habe Dynamo nur Kleinigkeiten gefehlt, um Punkte mitzunehmen. Genau dort will der neue Sportgeschäftsführer ansetzen. Gleichzeitig betonte er, wie eng und ausgeglichen die 2. Bundesliga sei – mit der Gefahr, dass sich die Lage sehr schnell in beide Richtungen entwickeln könne.

Dabei kommt es auch auf die Winterneugänge. Nach Jason Ceka verpflichtete die SGD auch noch Jonas Sterner, Thomas Keller und Robert Wagner. Alle  erhielten Leihverträge bis Saisonende. 

Für Gonther ist die Aufgabe in Dresden mehr als ein normaler Karriereschritt. Zwischen 2017 und 2019 lief er selbst für Dynamo in der 2. Bundesliga auf und kennt den Verein, das Umfeld und die Erwartungen sehr genau. Entsprechend klar formulierte er seine Motivation: Er brenne für diese Aufgabe und wolle seinen gesamten Erfahrungsschatz in den Dienst der Sportgemeinschaft stellen.