Die letzten Raketen und Böller sind explodiert, Silvester und Neujahr sind vorbei. Für die Polizei und Justiz bahnt sich jedoch viel Arbeit an. Denn der Rückblick auf die jüngste Silvesternacht zeigt: Es stehen Ermittlungen an, womöglich werden Strafverfahren eingeleitet und einige Fälle müssen möglicherweise vor Gericht ausgefochten werden. Darauf deutet zumindest die diesjährige Bilanz hin.
Laut der Berliner Polizei wurden 430 Personen vorübergehend festgenommen, gegen 14 wurde ein „Unterbindungsgewahrsam“ verhängt, sieben Personen wurden einem Haftrichter vorgeführt. Insgesamt leitete die Polizei etwa 800 Ermittlungsverfahren ein, hauptsächlich wegen Verstößen gegen das Waffen- und Sprengstoffgesetz sowie Angriffen auf Polizisten. Und: Bereits im Vorfeld wurden über 220.000 Stück Pyrotechnik, davon 109.000 illegal, beschlagnahmt. Am Freitag kam zudem heraus, dass in Potsdam ein 12-jähriger Junge am Neujahrstag durch einen Sprengkörper schwer verletzt wurde. Bei dem Feuerwerkskörper könnte es sich um eine sogenannte Kugelbombe gehandelt haben. Das Kind sei in einem „kritischen Zustand“.
Bereits vergangenes Jahr machte die Nutzung illegaler Pyrotechnik in Berlin bundesweit Schlagzeilen. Besonders der Einsatz von Kugelbomben verursachte enorme Schäden, auch Menschen wurden teils massiv verletzt. Daraufhin folgten Festnahmen, Ermittlungen, Wohnungsdurchsuchungen. Inzwischen ist ein Jahr vergangenen.
Was wurde aus diesen Fällen?