Die Sternsingerinnen und Sternsinger sind wieder unterwegs. Am 2. Januar fand der Aussendungsgottesdienst in der katholischen Kirche St. Elisabeth in Friedrichstal statt. Die Kinder und Jugendlichen sammeln in den kommenden Tagen an den Haustüren Geld für Kinder unter dem Motto “Schule statt Fabrik – Sternsingen gegen Kinderarbeit”.

137 Kinder und Jugendliche machen sich ab dem 3. Januar in Stutensee und Weingarten wieder auf den Weg, um Spenden zu sammeln. Diesmal steht Kinderarbeit in Bangladesch im Fokus. Rund 1,8 Millionen Kinder und Jugendliche arbeiten dort, statt in eine Schule zu gehen, so das bundesweite Kindermissionswerk Sternsinger. 1,1 Millionen unter besonders gesundheitsschädlichen und ausbeuterischen Bedingungen. Weltweit seien es 138 Millionen Kinder zwischen 5 und 17 Jahren.

“Gute Lebensbedingungen haben Kinder nur mit einem Schulabschluss”, so Gemeindereferent Sebastian Kraft im Aussendungsgottesdienst. Auch der Konsum in Deutschland – wenn man es sich leisten könne, sollten Produkten der Vorzug gegeben werden, die ohne Kinderarbeit hergestellt worden sind.

“Ein Kind verändert die Welt”, so Kraft in Bezug auf Weihnachten – aber auch jedes Jahr beim Sternsingen. “Sternsinger machen den Unterschied!”

“Seien Sie stolz auf Ihre Kinder”, rief er den in der Kirche anwesenden Eltern zu. Im vergangenen Jahr sammelten sie in Stutensee und Weingarten über 31.000 Euro. Bundesweit kamen über 48 Millionen Euro zusammen.

An folgenden Tagen sind die Sternsinger 2026 in Stutensee unterwegs:

  • Blankenloch: 4. bis 6. Januar (alle katholischen Haushalte)
  • Büchig: 6. Januar (nach Anmeldung)
  • Friedrichstal: 3. (Ost) und 4. Januar (West), alle Haushalte
  • Spöck: 4. bis 6. Januar (nach Anmeldung)
  • Staffort: 4. Januar (alle katholischen Haushalte)

Eine Anmeldung ist über die Website der katholischen Kirchengemeinde möglich.

Die erste Aktion Dreikönigssingen wurde 1959 organisiert. 2004 wurden die Sternsinger in Münster mit dem Westfälischen Friedenspreis ausgezeichnet. 2015 erfolgte die Aufnahme des „Sternsingens“ in das bundesweite Verzeichnis des immateriellen Kulturerbes.