Kurz nach Silvester und den Feiertagen rieselt der erste Schnee in Witten. Auch am Wochenende soll es schneien. Höchste Zeit, den Schlitten aus dem Winterlager zu befreien. Doch es gibt auch mahnende Stimmen.
Erst sah es danach aus, als ob der Neuschnee so schnell wegschmilzt, wie er gekommen ist. Doch im Laufe des Freitags (2.1.) sind die Temperaturen weiter gefallen – ebenso wie die frostigen Flocken. So kommt es, dass in Witten-Stockum, wo die weiße Decke ob der hohen Lage meist am längsten liegt, in der Mittagszeit schon die ersten Schneemänner grüßen. Während die meisten Hauptstraßen frei bleiben – vereinzelt liegt etwas grauer Matsch – werden manche Land- und Nebenstraßen zur Rutschpartie. In der Innenstadt werden morgens die ersten Streukolonnen gesichtet.
Erster Schneefall: Schon knallt es in Witten-Herbede
Was die Rodler freut, kann für Autofahrer zur Herausforderung werden. Denn die dicken Schlitten mit vier Reifen kommen mit der Witterung wesentlich schlechter zurecht. Laut Polizei hat es bereits in der Nacht auf Freitag (2.1.) in Witten Herbede geknallt. So verlor ein Autofahrer die Kontrolle über sein Fahrzeug und rutschte in ein parkendes Auto. Aber noch sei die Lage auf Wittener Straßen „relativ ruhig“, heißt es am Freitagmittag.

Nach dem Wintereinbruch in Witten grüßt ein kleiner Schneemann auf einer Spielfläche in Witten-Stockum.
© WAZ | Florian Peters
Bei Schnee und Eis kommt man an Winterreifen oder Allwetterreifen nicht vorbei. „Es gibt in Deutschland keine allgemeine Winterreifenpflicht, aber eine situative“, erklärt Jens Artschwager von der Polizei. Also: Liegt Schnee auf den Straßen, ist das richtige Gummi Pflicht.
Schnee in Witten: Diese Regel für Autofahrer ist ein Mythos
Viele glaubten, dass von Oktober bis Ostern („von O bis O“) Winterreifen vorgeschrieben seien. Doch das ist laut Artschwager falsch. „Wenn es im September Glatteis gibt – warum auch immer –, wäre man verpflichtet, Winterreifen oder Allwetterreifen aufzuziehen.“ Ob ihre Reifen für den Winter geeignet sind, erkennen Besitzer an dem sogenannten Alpine-Symbol, das seit 2024 Pflicht ist und die alte M+S-Kennzeichnung („Matsch und Schnee“) abgelöst hat.
Ebenso wichtig sei das „Sehen und gesehen werden“. Das heißt: „Autofahrer sollten ihre Fahrzeuge freikratzen, aber nicht nur die Scheiben, auch die Beleuchtung muss frei sein“, so der Polizeisprecher. Anschließend sollte sichergestellt werden, dass die Lampen auch ordnungsgemäß leuchten. Geht es auf die Straße, rät der Experte dazu, umsichtig zu fahren und die eigene Geschwindigkeit an die Verkehrsverhältnisse anzupassen.
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Für das Wochenende sagt das Online-Portal wetter.com Temperaturen rund um den Gefrierpunkt und darunter vorher. Von Samstagmittag (3.1.) bis in die Nacht ist zeitweise mit mäßigem Schneefall zu rechnen. Am Sonntag (4.1.) sollen sich die Schneeschauer bis in die Mittagszeit halten. Anschließend bleibt es bewölkt, windig und frostig bei 1 bis -1 Grad Celsius.