Köln – Hilflos streunt ein Fuchs seit Tagen durch Köln, sein Kopf ist in einer Plastikdose gefangen. Immer wieder melden Beobachter die Sichtungen an Tierschützer. Die versuchen jetzt, das Wildtier einzufangen und aus seiner misslichen Lage zu befreien. Gelingt es ihnen nicht, wird der Fuchs vermutlich sterben.
Es ist eine knifflige Situation: Am 28. Dezember entdeckte ein Passant den Fuchs mit dem Plastikbehälter auf dem Kopf in einem Industriegebiet im Stadtteil Niehl in Köln. Er schickte Fotos an die Tierschützer der Dogman-Tierrettung und an das Team für Tiere Köln. Immer wieder gehen seitdem Hinweise zu seinem aktuellen Aufenthaltsort dort ein. Zuletzt wurde das Tier an Silvester in einem Wohngebiet im benachbarten Stadtteil Longerich gesehen.
Tier irrt durch Köln und ist in Lebensgefahr
Die Tierschützer versuchen seit Tagen mit Drohnen und Wildtierkameras, das Tier aufzuspüren und einzufangen. Auch von den Behörden wurden Kameras aufgestellt.
Tierschützer Jordan Wieland vom Team für Tiere Köln zu BILD: „Wenn der Fuchs nicht von der Flasche befreit wird, kann er nicht mehr fressen und trinken und wird auf diese Weise sterben.“
Auch ist unklar, wie das Tier überhaupt eingefangen werden soll. Ein Betäubungsschuss aus der Entfernung, wie man ihn häufig bei Wildtieren in Gehegen anwendet, ist nicht möglich: „Die Betäubung wirkt nicht sofort. Durch das Adrenalin im Körper könnte der Fuchs noch eine ganze Strecke weit laufen. Auch mit Spürhunden könnten wir ihn dann nicht finden, weil sie den Geruch des Tieres nicht kennen. Aufgeben wollen wir auf keinen Fall.“

Mit Wärmebildkameras und Drohnen waren die Tierschützer auf der Suche nach dem Fuchs
Foto: Dogman-Tierrettung/Facebook
Zeugen sollen weiterhin Sichtungen an die Tierschützer melden. Dafür stehen die Mobilfunknummern 0160-99069657 (Team für Tiere Köln) oder 0172-2164431 (Dogman Tierrettung) bereit.
Tierschützer warnen: Fuchs nicht selbst einfangen
Wieland: „Am besten Fotos oder Videos via WhatsApp senden.“ Von eigenen Fang-Versuchen rät er ab: „Der Fuchs ist ein Wildtier und in dieser Situation in Panik. Das kann für Mensch und Tier gefährlich werden.“