DruckenTeilen
Die Sternsinger sind in Drensteinfurt unterwegs und bringen den Segen. Sie sammeln für Kinder, die in Fabriken arbeiten müssen.
Drensteinfurt – Von vielen Drensteinfurtern lang erwartet, sind seit Freitagnachmittag, 2. Januar, die Sternsinger wieder in Stewwert unterwegs. Zu den ersten Familien, die sich über den Besuch freuten, gehörten auch Markus und Birgit Bolsmann. Seit sie in Drensteinfurt wohnen, gehört der Besuch der Sternsinger nach Weihnachten für das Ehepaar fest dazu.
Kinder bringen Segen und Hoffnung: Sternsinger sammeln Spenden für guten Zweck
„Das ist für uns eine liebgewonnene Tradition“, sagen sie. Am Freitagnachmittag erwarteten sie die Heiligen Drei Könige aus dem Morgenland daher schon voller Vorfreude. Für die kleinen Könige Kasper (Anni Emthaus), Melchior (Karla Osthues) und Balthasar (Louisa Beckamp) war es bereits das zweite Mal, dass sie sich für Kinder in der Welt, denen es nicht so gut geht, auf den Weg machten. Für die Sternträgerin Victoria Altenau war es hingegen eine Premiere.
Sind als Sternsinger unterwegs: Louisa Beckamp (von links), Karla Osthues, Anni Emthaus und Victoria Altenau. © Mechthild Wiesrecker
„Wir kommen daher aus dem Morgenland“, sangen sie zur Begrüßung vor dem beleuchteten Tannenbaum im Wohnzimmer der Familie Bolsmann. Die Texte, die Rektor Günther Sternemann schon 1974 für die Ministranten geschrieben hatte, hatten sie gut geübt und trugen sie sicher und überzeugend vor.
Am Ende freuen sich die Sternsinger über eine Spende für das Kindermissionswerk, das in diesem Jahr seinen Blick auf Bangladesch richtet – ein Land, in dem viele Kinder statt zur Schule zu gehen, in Fabriken arbeiten müssen. Bevor sie weiterziehen, schreiben die Sternsinger noch den Segensspruch an die Hauswand.
Drensteinfurter freuen sich über den Besuch und erwarten die Sternsinger
Die Besuche in den Familien bereiten den Kindern große Freude. „Mir gefällt es, wenn sich Menschen freuen“, sagt die neunjährige Karla. Die gleichaltrige Anni mag es besonders, sich zu verkleiden und die verschiedenen Kostüme anzuprobieren. Louisa (10) erinnert daran, dass sie auch für einen guten Zweck unterwegs sind. Die achtjährige Victoria wollte einfach einmal dabei sein. „Meine Freundinnen gehen mit und viele Klassenkameraden auch“, erzählt sie.
Acht Besuche standen am Freitag auf dem Programm. Am Abend waren die Sternsinger bei Louisas Familie zum Essen eingeladen. Am Samstag warten sogar zehn weitere Besuche auf Kinder. Da wird das Essen bei Hildegard Osthues, der Oma von Karla, bestimmt gut schmecken.
Die Sternsinger gehen nicht allein zu den Familien. Begleitet werden sie von Lea Möllers, die die Lieder mit der Gitarre begleitet, sowie von Annkristin Keuchel. Beide sind erfahrene ehemalige Sternsinger: Lea Möllers ist seit neun Jahren dabei, Annkristin Keuchel sogar schon seit 15 Jahren. Sie betont: „Das Sternsingen in Drensteinfurt ist was Besonderes, hier werden wir von jeder Familie, die wir besuchen, auch erwartet.“
Auch in Walstedde werden die Sternsinger wieder unterwegs sein, so wie im vergangenen Jahr.