Johann Lafer klärt auf
Darum sollten wir abends keinen Salat essen
Leonie Autorenprofilvon Leonie Müller
03.01.2026, 19:11 Uhr
03. Januar 2026 um 19:11 Uhr
Wer abends falsch isst, hat nachts mit einem unruhigen Magen-Darm-Trakt zu kämpfen. Johann Lafer verrät seine Tipps für einen guten Stoffwechsel.
Neues Jahr, neuer Vorsatz: gesünder essen (mal wieder). Also ersetzen wir doch einfach das gute deutsche Abendbrot durch einen schönen Salat. Der ist frisch und leicht, also perfekt für die Nacht. Von wegen! Sternekoch Johann Lafer (68) verrät BUNTE.de, warum wir zu später Stunde von Rohkost lieber die Finger lassen sollten – und was dagegen schön bekömmlich ist.
Was gegen lahmen Stoffwechsel am Morgen hilft
Wer abends zu gehaltvoll und/oder zu spät isst, sorgt im Magen-Darm-Trakt für unnötige Arbeit. Die Folge: Magengrummeln und eventuell ein lahmer Stoffwechsel am nächsten Morgen. Beides nicht ideal.
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Johann Lafer erklärt BUNTE.de: „Lahmer Stoffwechsel am Morgen hat oft mit dem zu tun, was und wie wir am Vortag gegessen haben. Mein Tipp: Machen Sie zwischen Frühstück, Mittagessen und Abendessen richtige Pausen. Heißt, wirklich nichts dazwischen essen. Der Körper braucht Zeit, um richtig verdauen zu können. Wichtig ist auch, sehr viel Wasser zu trinken.“
Apropos Morgen: Hier verrät Johann Lafer das Power-Obst in seinem Müsli.
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Gesunde Ernährung dank Intervallfasten – das sagt Johann Lafer dazu
Unser Stoffwechsel braucht nämlich nicht nur Energie in Form von Nahrung, sondern immer wieder auch Pausen von dieser. Johann Lafer und Dr. Matthias Riedl beschreiben in ihrem „Das große Longevity Kochbuch. Medical Cuisine“ (GU, 32€) verständlich, warum diese sogenannten „Nullrunden“ für unseren Körper so wichtig sind.
Sie würden den Blutzuckerspiegel zwischendurch vollständig absinken lassen und den Fettabbau gleichzeitig ankurbeln, der könne nämlich erst dann starten, wenn kein Insulin mehr im Blut ist. Das Immunsystem komme zusätzlich zur Ruhe, weil es nicht ständig kontrollieren muss, „ob mit der Nahrung nicht auch irgendein unerwünschter Stoff im Darm gelandet ist“. Diese Prozesse, die für unseren Körper absolut gut und wichtig sind, kommen allerdings nur ins Laufen, wenn zwischen den Mahlzeiten ein ausreichend langer Abstand liegt. Heißt konkret: vier bis fünf Stunden einfach mal nichts essen. Je länger die Pausen, desto besser.
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Mehr gesunde Anti-Aging-Rezepte für ein genussvolles, langes Leben gibt es hier: „Medical Cuisine – Das große Longevity Kochbuch“ (GU, 32 €). GU Johann Lafer erklärt, warum wir abends keinen Salat essen sollten
In seinem Buch schreibt Johann Lafer, dass man die letzte Mahlzeit des Tages idealerweise mindestens vier Stunden vor dem Zubettgehen zu sich nehmen sollte. Ganz so streng will er im BUNTE.de-Interview dann nicht sein. „Ich halte nichts von strengen Regeln wie ’nach 17 Uhr nichts mehr essen'“. Was er aber sagt, ist: „Man sollte darauf achten, dass man was angenehm Leichtes zu sich nimmt. Und das impliziert nicht, was viele fälschlicherweise denken, Salat und dazu eine Scheibe Brot.“
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Suppen, Fisch und Gemüse vor dem Zubettgehen
Die Erklärung liefert er gleich mit: „Salat gehrt, ist Rohkost, braucht also extrem lange, um verdaut zu werden. Essen Sie lieber eine schöne Suppe, eine Flädlesuppe. Das ist gut bekömmlich und mega lecker.“ Auch gedünstetes Gemüse oder Fisch würden unserem Magen guttun. Die Mischung aus Eiweiß, gesunden Fetten und wenigen, komplexen Kohlenhydraten fördert den Schlaf und liefert dem Körper alles, was er für die nächtliche „Aufräumarbeiten“ braucht.
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