
AUDIO: Hamburger SPD-Fraktion hat Ärger mit einem Abgeordneten (1 Min)
Stand: 03.01.2026 19:03 Uhr
Die Hamburger SPD-Fraktion hat Ärger mit einem ihrer Bürgerschafts-Abgeordneten. Ali Kazanci aus Wilhelmsburg wird vorgeworfen, an einer umstrittenen Veranstaltung teilgenommen zu haben. An die Öffentlichkeit gebracht hatte das ein anderer SPD-Politiker.
Kazanci nahm am Silvester-Tag an einer Veranstaltung der Hamburger Vahdet-Moschee teil – einer Moschee, die ein Publikum hat, das zum Teil vom Verfassungsschutz beobachtet wurde. Bei der Veranstaltung wurde nicht Silvester gefeiert, sondern die „Eroberung von Mekka“. Gefeiert wird dieses historische Ereignis vor allem von islamistischen und konservativen islamischen Kreisen.
Auf Fotos von der Veranstaltung sind Männer an runden Tischen zu sehen und Mädchen mit Kopftuch, die auf der Bühne stehen.
Scharfe Kritik von SPD-Politiker
Scharfe Kritik an der Teilnahme des Abgeordneten kommt von Kazim Abaci, der selbst lange Jahre für die SPD in der Bürgerschaft saß. Auf Facebook schreibt Abaci: „Das hier ist weder Afghanistan, noch Syrien oder Saudi-Arabien. Es handelt sich um Europa – genauer gesagt Hamburg, die zweitgrößte Stadt Deutschlands.“
Kazanci räumt Fehler ein
Der kritisierte Ali Kazanci räumt ein, einen Fehler gemacht zu haben. In einer Stellungnahme schreibt er: Er bekenne sich ausdrücklich zur freiheitlich-demokratischen Grundordnung und er arbeite nicht mit islamistischen oder extremistischen Akteuren zusammen. Die SPD-Fraktion begrüßt das Statement ihres Abgeordneten.
Dieses Thema im Programm:
NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 03.01.2026 | 18:00 Uhr
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