Bauwerke
Sieben Objekte sind es, die 2025 in Wien unter Denkmalschutz gestellt worden sind. Darunter befinden sich prominente Gebäude wie das Hundertwasserhaus, eine Doppelvilla von Josef Hoffmann, aber auch eine Trafik und ein Verladekran.
04.01.2026 00.05
Online seit heute, 0.05 Uhr
Das Hundertwasserhaus Ecke Löwengasse/Kegelgasse im dritten Bezirk verwirklicht als eine der ersten die Bauideen von Friedensreich Hundertwasser. Errichtet wurde es von 1983 bis 1985 gemeinsam mit dem Architekten Josef Krawina. Es ist ein Haus wie kein anderes, markant durch seine bunte und üppig begrünte Fassade und seine unebenen Böden: 150 Menschen wohnen im Gemeindebau der besonderen Art.

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Das Hundertwasserhaus in Wien-Landstraße ist erst jetzt unter Denkmalschutz gestellt worden
Es „stellt als künstlerische Sonderform ein wichtiges Dokument innerhalb des sozialen Wohnbaus der Gemeinde Wien dar“, heißt es vom Bundesdenkmalamt. In dem Gebäude zeige sich die postmoderne Wende weg vom Funktionalismus hin zu einem „menschen- und naturfreundlichen“ Bauen. Das Hundertwasserhaus samt Vorplatzgestaltung sei von internationaler künstlerischer Bedeutung. Denn es folgten zahlreiche weitere Wohnbauten Hundertwassers beinahe auf der ganzen Welt.

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Auch eine Villa von Josef Hofmann gehört zu den schützenswerten Objekten
Trafikkiosk vor der Rossauer Kaserne
Unter Schutz gestellt wurde auch eine Doppelvillenanlage auf der Hohen Warte in Döbling von Architekt Hoffmann für die beiden bekannten Maler des Wiener Secessionismus, Koloman Moser und Carl Moll. Das Haus in der Steinfeldgasse sollte der Anfang einer Künstlerkolonie werden.
Es sind aber nicht nur die großen Bauwerke, die Schutz brauchen: So wurde etwa auch eine Jugendstiltrafik vor der Rossauer Kaserne am Alsergrund unter Denkmalschutz gestellt. Errichtet wurde der kleine Kiosk auf dem Schlickplatz zwischen 1904 und 1908, in stilistischer Anlehnung an die Rossauer Kaserne. Die Trafik ist schon seit Jahren geschlossen, abgerissen werden kann der Pavillon nun aber nicht mehr.

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Auch eine ehemalige Trafik wurde 2025 unter Schutz gestellt
Verladekran als technische Errungenschaft
Auch die Technik verdient Erinnerung: Auf dem Handelskai steht seit Kurzem ein Ladekran unter Denkmalschutz. Er stellt den Rest der historischen Hafenanlage dort dar. „Der gegenständliche Verladekran ist am Wiener Handelskai an der Kaimauer das letzte Dokument der Verladeeinrichtungen des Wiener Stromhafens, vermutlich vom Anfang des 20. Jahrhunderts“, so das Bundesdenkmalamt in seiner Begründung. Der Verladekran sei ein exemplarisches Dokument dieses technischen Objekts in Österreich.

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Der Verladekran auf dem Handelskai ist jetzt geschützt
Ebenfalls unter Schutz gestellt wurden 2025 das ehemalige Gasthaus Zur Goldenen Glocke auf der Schönbrunner Straße in Margareten, ein Bürgerhaus in der Wasagasse 19 am Alsergrund sowie die evangelische Weinbergkirche in der Börnergasse in Döbling.