Trier. Gladiators Trier unterliegen Niners Chemnitz 84:96 – starke Aufholjagd, Verletzungspech und intensive Dreierduelle prägen das Spiel. Wie schon in den beiden Auswärtsspielen in Würzburg und München vertraute Headcoach Jacques Schneider auch in Chemnitz seiner Starting Five aus Clayton Guillozet, Jordan Roland, Nolan Adekunle, Urald King und Marten Linßen.

Bester Trierer Werfer war Jordan Roland mit 26 Punkten, Marten Linßen erzielte 23 Zähler. Nächstes Spiel in der easyCredit BBL am 04.01.2026 gegen Ulm in der SWT Arena. Foto: Simon EngelbertBester Trierer Werfer war Jordan Roland mit 26 Punkten, Marten Linßen erzielte 23 Zähler. Nächstes Spiel in der easyCredit BBL am 04.01.2026 gegen Ulm in der SWT Arena. Foto: Simon Engelbert

Früher Rückschlag für Trier: Urald King verletzt, Niners übernehmen Kontrolle

Für Urald King blieb es leider bei einem Kurzeinsatz, nach einem Zusammenstoß mit Kostja Mushidi ging es für den Trierer Forward mit einer stark blutenden Platzwunde in die Kabine und nicht mehr zurück auf das Parkett. Die Niners übten früh hohen Druck auf die Trierer Ballhandler aus, zwangen diese so zu Ballverlusten und drosselten das Tempo der Gladiators. Während die Trierer im Set-Play immer wieder den Pass unter den Korb suchten, gingen die Niners ein hohes Offensivtempo mit vielen frühen Abschlüssen. Nach einer beidseitig fehlerbehafteten Anfangsphase und vielen Fehlwürfen gingen die Niners zur Mitte des ersten Abschnitts erstmals deutlicher in Führung – 4:9, 5. Spielminute.

Trotz weiterer Ballverluste im Aufbauspiel fanden die Gladiators zurück in die Partie und vor allem Maik Zirbes sorgte am Chemnitzer Korb für viel Gefahr. Zwei schnelle Dreier von Roland und Akanno verkürzten auf 14:15 bei zwei verbleibenden Minuten im Startviertel bevor die Chemnitzer mit einem eigenen Lauf auf 16:22 erhöhten und es für beide Teams in die erste Spielpause ging.

Zweites Viertel: Niners setzen Distanzwürfe, Trier kämpft sich zurück

Auch der Start in das zweite Viertel gehörte den Hausherren, die weiterhin frühe Distanzwürfe forcierten und ihre Wurfquote weiter hochschraubten. Den Gladiatoren gelang es jetzt erfolgreich ihre Big Men in Szene setzten, die häufig zu Punkten am Korb oder Freiwürfen kamen, die in dieser Phase zu oft das Ziel verfehlten. So gelang es den Niners mit schnellen Treffern aus dem Drei-Punkte-Bereich zweistellig in Führung zu gehen und Gladiators-Cheftrainer Jacques Schneider zur Auszeit zu zwingen – 22:32 (14.). Zwar kamen die Gladiatoren defensiv verbessert aus der Auszeit und stoppten den Lauf der Gastgeber, haderten aber mit eigenem Wurfpech und konnten den Rückstand vorerst nicht verkürzen. Erst in den letzten Angriffen der ersten Halbzeit vergoldeten die Moselstädter ihre Rebounds und Ballgewinne mit eigenen Punkten und hielten den Rückstand zur Halbzeit überschaubar. Mit 41:46 ging es für die Kontrahenten in die Kabine. 

Drittes Viertel: Trier kämpft sich zurück und erobert die Führung

Der Start in das dritte Viertel gestaltete sich ähnlich intensiv und teilweise hektisch wie schon die erste Hälfte. Den Trierer gelang es nun deutlich besser Tempo aufzubauen und aus defensiven Stops schnell freie Würfe zu generieren. Diese nutzte nun vor allem Jordan Roland sehr konsequent, der nach einem getroffenen Dreier von Marten Linßen zwei weitere Distanzwürfe versenkte und die Gladiatoren wieder auf 55:57 (24.) heranbrachte – Roland stand zu diesem Zeitpunkt bereits bei 22 Zählern und sechs Drei-Punkte-Treffern bei neun Versuchen. Trotz einer Chemnitzer Auszeit blieben die Trierer heiß und erspielten sich durch den nächsten getroffenen Dreier von Hollersbacher und einem schnellen Abschluss nach Steal durch Akanno die Führung (60:57, 26.). Das Spiel war nun sehr temporeich und ausgeglichen. Beide Teams trafen jetzt stark aus der Distanz und schenkten sich gegenseitig auch schwerste Würfe ein. Nach einem ansehnlichen dritten Viertel und einem Spielstand von 72:72 ging es dann in die letzte Viertelpause der Partie.

Schlussviertel: Niners setzen sich durch, Trier unterliegt 84:96

Im Schlussabschnitt setzte sich dieser Schlagabtausch wenige Minuten fort, bis die Niners mit einem getroffenen Fastbreak-Dreier und einfachen Punkten durch Sow nach Offensivrebound mit 76:82 (33.) in Führung gingen. Ab dann kontrollierten die Gastgeber das Spieltempo und konnten vor allem defensiv wieder deutlich mehr Druck ausüben. So vergaben die Gladiatoren ein ums andere Mal und Kevin Yebo bestrafte eine fehlerhafte Defensivrotation mit einem freien Dreier zum 80:90 bei fünf verbleibenden Spielminuten auf der Uhr. In den letzten Minuten der Partie merkte man der verkürzten Trierer Rotation die hohe Belastung der vergangenen Tage an und trotz weiterhin aggressiver Defense gelang es den Moselstädtern nicht mehr, die Partie noch einmal offen zu gestalten. Letztlich müssen sich die VET-CONCEPT Gladiators Trier den Niners Chemnitz im letzten Spiel des Jahres 2025 mit 84:96 geschlagen geben. Weiter geht es im neuen Jahr mit dem Heimspiel gegen ratiopharm Ulm am 04.01.2026 – dem 1.111. Erst- und Zweitligaspiel der Trierer Masseur-Legende Axel „Aggy“ Mock.

Die Viertel: 16:22 | 25:24 | 26:31 | 12:24

Die Zuschauerzahl: 4.880

Coach Schneider zieht positives Fazit trotz Niederlage

Jacques Schneider (Headcoach VET-CONCEPT Gladiators): „Glückwunsch an die Niners, die sich letzten Endes im Schlussviertel durchsetzen konnten. Respekt aber auch an mein Team. Wir haben es geschafft im dritten Spiel binnen fünf Tagen einem BBL-Topteam Paroli zu bieten, konnten lange mithalten und zwischenzeitlich sogar in Führung gehen. Letztlich waren sicherlich die Rebounds entscheidend. Da haben wir zu viele Possessions abgegeben. Wir kommen nur auf 59 Feldwürfe, Chemnitz auf 75. Sie hatten also mehr Chancen zu scoren. Durch den physischen Druck sind uns auch viele Ballverluste unterlaufen. Nichtsdestotrotz haben wir das gut gemacht, uns nie aufgegeben, Wege gefunden, unseren Basketball zu spielen. Einige starke individuelle Leistungen, unter anderem von Marten Linßen und Nolan Adekunle. Auf Jordan Roland können wir uns immer verlassen. Unter den Bedingungen, dass Urald King schon nach 46 Sekunden verletzt ausscheidet, Behnam Yakhchali fehlt und wir aktuell noch keinen neuen Point Guard haben, verdient mein Team Respekt für den heutigen Auftritt. Wenn wir darauf aufbauen, werden wir auch wieder Siege einfahren“.

Für Trier spielten: Dexter Akanno (11 Punkte), Jorke Aav (DNP), Clayton Guillozet (4), Marco Hollersbacher (5), Yannis Steger (DNP), Marten Linßen (23), Jordan Roland (26), Urald King (0), Evans Rapieque (0), Nolan Adekunle (8), JJ Mann (3) und Maik Zirbes (4).

Beste Werfer Niners Chemnitz: Amadou Sow (27 Punkte / 11 Rebounds), Ty Brewer (18) und Kevin Yebo (15).

PM VET-CONCEPT Gladiators Trier

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