Zwei Kinder, ein Haus mit Pool und (fast) jeden Tag Sonnenschein – ich lebe seit einiger Zeit mit meiner Familie in Florida und kann nur sagen: Auswandern war die beste Entscheidung meines Lebens. Warum es mir in den USA besser geht als in Deutschland? Das hat viele Gründe – und mit „Mehr Urlaub“ oder „Günstiger einkaufen“ hat das erstaunlich wenig zu tun.

Wenn du über diese Links einkaufst, erhalten wir eine Provision, die unsere
redaktionelle Arbeit unterstützt. Der Preis für dich bleibt dabei
unverändert. Diese Affiliate-Links sind durch ein Symbol
gekennzeichnet.  Mehr erfahren.1. Sonne tanken – und zwar jeden Tag

Das Wetter war einer der Hauptgründe, warum wir uns für Florida entschieden haben und ich habe es (bisher) keine Sekunde bereut. Während ich diesen Artikel schreibe, sitze ich bei angenehmen 24 Grad, Sonne und blauem Himmel auf meiner Liege am Pool. Im November! Ich meine, geht’s noch besser?

Klar regnet es auch mal, vor allem im Sommer, aber so schnell das Unwetter kommt, so schnell ist es auch schon wieder vorbei. Die konstante Helligkeit und Wärme wirken sich unfassbar auf meine Stimmung aus. Ich bin entspannter, fröhlicher und so dankbar, über diese Chance, hier leben zu können. Der graue herbstliche Alltag in Deutschland fehlt mir null.

Ich höre jetzt schon einige aufschreien: „Aber da gibt’s doch Hurrikans!“ Ja klar, gibt es die. September und Oktober sind die heiklen Monate im Jahr, bei denen man immer hofft, dass nichts passiert (so wie beispielsweise in diesem Jahr). Lebe ich deswegen jetzt ständig in Angst? Nein. Denn Florida ist super organisiert diesbezüglich. Man wird rechtzeitig gewarnt über SMS, diverse Apps und natürlich die Nachrichten und kann sich dementsprechend vorbereiten. Die Infrastruktur ist top, und das System funktioniert. Und es ist übrigens ein Trugschluss, dass jedes Jahr ein Hurrikan durch Florida fegt. Ian im September 2022 war schlimm, keine Frage. Aber so etwas passiert (zum Glück) nicht jedes Jahr.

2. Die Menschen sind freundlicher – und gönnen dir dein Glück

In Deutschland hatte ich oft das Gefühl, dass Erfolg missgünstig macht. Hier ist das anders. Die Leute in Florida sind hilfsbereit, offen und freuen sich ehrlich mit dir, wenn du dir etwas aufgebaut hast. Aber nicht nur das. Die Freundlichkeit der Leute hier merkt man überall. Als wir in den Sommerferien sechs Wochen im Urlaub waren, hat unser Nachbar einfach so, ohne vorher zu fragen, unseren Rasen mitgemäht. Wann immer man Hilfe braucht, wird sie einem angeboten.

Ich werde nie vergessen, wie ich mit Kleinkind auf dem Arm und Kinderwagen vor der Tür der Cheesecake Factory stand und mir eine ältere Dame, die locker 80 Jahre alt war, freudestrahlend die Tür aufhielt und noch meinte: „You got this, Mama!“ Und mein Sohn? Hat bei Panera Bread auf der Toilette von einem fremden Mann einen Dollar geschenkt bekommen – einfach so. Nicht komisch, nicht gruselig. Einfach nur eine kleine Geste, um einem fremden Kind den Tag zu versüßen.

Kinder sind hier sowieso überall willkommen. In vielen Restaurants essen sie sogar kostenlos, Spielplätze sind an jeder Ecke und super gepflegt und Eltern werden nicht gleich verurteilt, wenn die Kids mal durchs Restaurant rennen. Während man in Deutschland giftige Blicke kassieren würde, sieht man hier fast ausnahmslos freundliche Gesichter. Ich habe auch wirklich noch nie so viele Komplimente für meine Kinder bekommen, wie hier in Florida!

Wenn du dich selbst überzeugen möchtest, findest du bei Skyscanner die günstigsten Flüge nach Florida.

3. Der „Everything is possible“-Spirit motiviert mich jeden Tag

Klar: Auch hier fällt einem nichts in den Schoß. Wer viel Geld verdienen will, muss ackern! Aber das Gefühl, dass alles möglich ist, wenn du dich reinhängst, ist einfach ansteckend. Es ist dieser Spirit von „Why not?“ statt „Warum das denn?“ – und der zieht sich durch alle Lebensbereiche. Ob Selbstständigkeit, beruflicher Neustart oder Hauskauf – hier wird nicht direkt das Haar in der Suppe gesucht, sondern überlegt, wie es klappen könnte.

Und ja, auch das gehört zur Wahrheit: Du zahlst weniger Steuern und kannst dadurch viel mehr von deinem Einkommen wirklich für dich und deine Familie nutzen. Das motiviert und macht es gleichzeitig einfacher, sich etwas aufzubauen.

4. Endlich anziehen, was ich will – ganz ohne schiefe Blicke

In Deutschland habe ich oft viel zu lange darüber nachgedacht, was ich anziehen kann, ohne komisch angeschaut zu werden. Vor allem, weil ich keine 90-60-90 habe. In Florida? Völlig egal. Ob Crop-Top oder Jogginghose, Bikini oder luftiges Kleid – hier läuft jede*r so rum, wie sie oder er sich wohlfühlt. Niemand interessiert sich für Dellen, Dehnungsstreifen oder Kleidergrößen.

5. Der Stolz, die Freude – und ein echtes Gemeinschaftsgefühl

Amerikaner*innen lieben es, zu feiern. Und ja, ich weiß, viele dieser Feiertage sind kommerzialisiert ohne Ende – aber das ändert nichts daran, dass es einfach Spaß macht. Halloween, Thanksgiving, der 4. Juli, ja sogar der National Donut Day – alles wird hier zelebriert. Die Schulen machen mit, die Nachbarschaft auch, und plötzlich wird man selbst total zum Halloween-Freak.

Was ich richtig toll finde: Wie engagiert Lehrer*innen hier sind. Mein Sohn hat in der Schule so viele kreative Projekte gemacht, die ich aus Deutschland nie kannte – und zwar nicht, weil das Budget so riesig ist, sondern weil die Lehrkräfte hier mit Herzblut dabei sind. Auch außerhalb der Unterrichtszeiten. Jeden Tag sagt er, wie sehr er sich auf die Schule freut und das wiederum freut uns als Eltern. Vor allem, weil es zeigt: Es war richtig, dass wir diesen mutigen Schritt gegangen sind!

YOLO

Keine Frage: Das Leben in den USA, speziell in Florida, ist sicher nicht für jede*n gemacht. Aber für mich? War es der perfekte Schritt.

Hat dir dieser Artikel gefallen? Diskutiere mit uns über aktuelle Trends,
deine Lieblingsprodukte und den neuesten Gossip im Netz – auf
Instagram
und
TikTok.
Folge uns auch gerne auf
Flipboard und
Google News.