„Dieser Betrieb bildet aus“, davon künden Aufkleber an der Eingangstüre der Firma Feichtenschlager Edelstahl GmbH in Täfertingen. Dass die Ausbildung hier oftmals von großem Erfolg gekrönt ist, zeigen die Ergebnisse der Azubis: In den vergangenen Jahren konnten vier Auszubildende ihre Lehrzeit als Prüfungsbeste im Fach der Behälter- und Apparatebauer beenden.

„Der Behälter- und Apparatebauer hat seine Ursprünge im Beruf des Kupferschmiedes, da früher Kupfer eines der wenigen Metalle war, die sich formend verarbeiten ließen“, berichtet Michael Feichtenschlager, Geschäftsführer des gleichnamigen Unternehmens. Das Berufsbild definiert sich aus den drei Bereichen Rohrleitungsbau, Bühnenkonstruktionen und Behälterbau. In die Tradition erfolgreicher Nachwuchsgewinnung reiht sich nun der 21-jährige Dominik Wiedenmann ein, der nicht nur im schwäbischen Vergleich, sondern auch auf bayerischer Ebene den ersten Platz unter den Prüflingen belegte. Als abschließende Krönung kam dann der nationale Titel des 2. Bundessiegers dazu. Diesen Titel verdankt der junge Mann auch seinem Bruder Simon, Meister im Betrieb.

Perfekte Schweißnähte sind vor allem in der Lebensmittelbranche ein Muss

Die Prüfungsaufgabe war die Erstellung eines Werkstückes von der Planung bis zur Endfertigung, wobei es neben der Formung eines Behälters auch auf die Gestaltung von Anschlüssen, die Erstellung des Traggerüstes und im Besonderen auf die genaueste Ausformung der Schweißnähte ankam. Dies ist besonders in der Lebensmittelindustrie wichtig. Dominik Wiedemann erfüllte alle diese Anforderungen als Bayerns Bester und erhielt als Lohn auch ein Weiterbildungsstipendium.

Auch der Bruder des erfolgreichen Lehrlings arbeitet in dem Täfertinger Betrieb

Auf die Frage, warum er gerade diesen Beruf gewählt habe, verweist Dominik auf die Initiative seiner Eltern, möglichst viele Praktika zu machen. Das bei der Firma Feichtenschlager habe ihm am besten gefallen. Nach Abschluss der Realschule begann der Täfertinger seine dreieinhalbjährige Lehrzeit, einschließlich Berufsschulbesuch in Gunzenhausen. „Der vielseitige Umgang mit Metall und die Begleitung eines Auftrages von der Konstruktion über die Fertigung bis zur Montage: Das ist es, was mir an meinem Beruf so gefällt“, sagt Wiedenmann. Er lobt auch das gute Betriebsklima in der Firma und das kameradschaftliche Verhältnis in einem verhältnismäßig jungen Team.

Was man für diese Tätigkeit auf jeden Fall brauche, sei ein gewisses handwerkliches Geschick und gerade beim Schweißen eine ruhige Hand. Handwerkliches Geschick beweist Wiedenmann auch beim Traditionsverein Täfertingen, dessen Bemühungen zum Aufbau eines Faschingswagens tatkräftig unterstützt. Daneben ist er aktives Mitglied der Feuerwehr und begeisterter Wintersportler.

  • Joachim Aumann

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