Collage Zwischenstand

BAYER. UNTERMAIN (mg). Der bayerische Untermain ist eine Region im Wandel. Wachstum, gesellschaftliche Umbrüche und technischer Fortschritt prägen Stadt und Land. Bereits 2019 stellte PrimaSonntag Politikern und Experten Zukunftsfragen: Wie wird unsere Region im Jahr 2030 aussehen? Jetzt grob zur Halbzeit lohnt sich ein genauer Blick: Welche Prognosen haben sich bewahrheitet, welche Entwicklungen haben überrascht? Welche Ziele werden verfolgt? PrimaSonntag wagt den Ausblick: Werden sich die damaligen Prognosen für 2030 erfüllen?

Stadt Aschaffenburg

Jürgen Herzing, Oberbürgermeister Aschaffenburg

Unsere Frage aus 2019:

Aschaffenburg ist eine Stadt mit hoher Lebensqualität und ein beliebter Wohnort – dementsprechend sind die Mieten steigend. Ist Wohnen in der Stadt auch 2030 noch bezahlbar?

Antwort aus 2019 vom damaligen OB Herzog:

„Bis zum Jahr 2030 werden von der städtischen Wohnungsbaugesellschaft, privaten Wohnungsbauträgern und Privatleuten bis zu 4.000 neue Wohnungen gebaut.“

Antwort aus 2025 von OB Herzing:

Dieses Ziel wurde bereits heute erreicht. Im Stadtgebiet Aschaffenburg konnten in den vergangen Jahren rund 4.600 Wohnungen fertiggestellt werden. Doch damit ist noch lange nicht Schluss. Oberbürgermeister Jürgen Herzing berichtet: „Mit dem Neubauprojekt Gabelsberger Block kommen im Jahr 2027 nochmal 126 Wohnungen dazu. Im Baugebiet Anwandeweg hat die Stadtbau Aschaffenburg GmbH mit ihrem Neubauprojekt Schopenhauer Straße insgesamt 124 Wohnungen geschaffen. Weitere Neubauprojekte sind in diesem Gebiet ab 2031 in Planung.“

Unsere Frage aus 2019:

In den letzten Jahrzehnten hat sich in Aschaffenburg viel getan. Welche sind die nächsten Großprojekte?

Antwort aus 2019 vom damaligen OB Herzog:

Geplant war die Generalsanierung der gewerblichen Berufsschule I, des Kronberg Gymnasium und der Schönbergschule. Außerdem sollen bis 2030 mindestens sieben zusätzliche Kindergärten mit Kinderkrippen entstehen. Für die Sanierung und Ausbau des Kanalnetzes wurden über 25 Millionen angesetzt. Die Darmstädter Straße soll als leistungsfähige Verbindungsstraße ausgebaut werden und auch die Mainpromenade stand damals schon im Fokus, so ehemaliger Oberbürgermeister Klaus Herzog: „Mit der Umgestaltung des zentralen Mainufers können wir unseren Mitbürgern ein weiteres besseres Angebot zur Naherholung bieten.“

Antwort aus 2025 von OB Herzing:

Die Sanierung und Fertigstellung des Kronberg-Gymnasium und der Schönbergschule soll bis 2030 abgeschlossen sein – da müssen sich die Schüler noch etwas gedulden. Auch die Generalsanierung der Berufsschule I hat noch nicht gestartet, aber die Holzwerkstatt, sowie die KFZ Werkstatt mit Karosseriebau wurden bereits saniert und neu ausgestattet. In den letzten Jahren sind sechs neue Kitas und Containeranlagen entstanden. „Aktuell hat die Stadt den Bedarf an Kinderkrippen- und Kindergartenplätzen erfüllt“, so Oberbürgermeister Jürgen Herzing. Für die Sanierung und Ausbau des Entwässerungs- und Kanalsystems hat die Stadt in den Jahren 2019 bis 2025 rund 29 Mio. Euro ausgegeben – 5 Mio mehr als anfänglich gedacht. Der Ausbau der Darmstädter Straße von der Eisenbahnbrücke bis zum Waldfriedhof wurde im Mai 2024 fertiggestellt. Die Umgestaltung des Mainufers ist in vollem Gange – das Projekt soll nach jetziger Planung 2029 abgeschlossen sein.

Unsere Frage aus 2019:

Ein verwahrloster Lokschuppen in Aschaffenburg und die uncharmante Fußgänger-Unterführung an der City Galerie: Gibt es diese „Problemstellen“ auch 2030 noch in der Stadt?

Antwort aus 2019 vom damaligen OB Herzog:

„Die City Galerie wird in der nächsten Zeit ihr Gebäude modernisieren. Bei den Umbauten wird die hässliche Unterführung mit angepackt. Ich gehe davon aus, dass der alte Lokschuppen von der deutschen Bahn abgerissen sein wird und eine andere bauliche Nutzung dort entsteht“, so der ehemalige Oberbürgermeister Klaus Herzog

Antwort aus 2025 von OB Herzing:

Die Unterführung der City-Galerie wurde neu gestrichen, und es wurde eine neue Lichttechnik eingebaut. Zum Abriss des alten Lokschuppen verrät uns Oberbürgermeister Jürgen Herzig: „Der Abriss war bereits für Juli 2025 bei der Bahn fest eingeplant. Durch die Neuorganisation im Bahnvorstand wurden viele Projekte angehalten, dazu gehört auch der Lokschuppen.“

Wirtschaft

Jürgen Schäfer, Vorstand Sparkasse Aschaffenburg-Miltenberg

Unsere Frage aus 2019:
Auf dem Land schließen mehr und mehr Bankfilialen. Wird es 2030 überhaupt noch Filialen in kleineren, ländlichen Gemeinden unserer Region geben?

Antwort aus 2019:
Damals antworte uns Jürgen Schäfer, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Aschaffenburg-Miltenberg: „Der technische Wandel wird tiefgreifende Änderungen in der Nachfrage unserer Kundinnen und Kunden mit sich bringen, aber auch neue Kontaktwege zu den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Sparkasse eröffnen. Daher werden Änderungen bei den Geschäftsstellenstandorten nicht ausbleiben.“

Antwort aus 2025:
Diese Einschätzung gilt auch weiterhin. Neue Kontaktwege spielen eine immer größere Rolle, insbesondere für alltägliche Finanzgeschäfte. Jürgen Schäfer ergänzt: „Die Online-Zugangswege werden durch moderne Technik inkl. KI immer bequemer und leistungsfähiger. Auch für die persönliche Beratung werden neue Zugangswege wie die Videoberatung verstärkt genutzt.“

Unsere Frage aus 2019:
Wie wird sich das Bezahlen bis 2030 verändern?

Antwort aus 2019:
„Es zeigt sich, dass der Wandel im Bezahlsystem in Deutschland deutlich langsamer verläuft als in vielen anderen europäischen und außereuropäischen Ländern. Dem Handy traue ich persönlich großes Potential zu, Bargeld- und Kartenzahlungen sukzessive zu ersetzen, da es für sehr viele Menschen heute schon das ‚Utensil‘ ist, das man am meisten bei sich trägt“, so Jürgen Schäfer.

Antwort aus 2025:
Wie Schäfer 2019 prognostiziert, ist das Handy inzwischen für sehr viele Menschen ein ganz wichtiger Zugang zur Bank und ersetzt beim Bezahlen nicht nur das Bargeld, sondern auch die Bankkarte im Geldbeutel.

Unsere Frage aus 2019:
Wird der Euro in unserer Region 2030 an Wert verloren haben?

Antwort aus 2019:
Jürgen Schäfer teilte damals seine Prognose mit uns: „Die Inflationsrate hat zwar wieder etwas angezogen, ist im historischen Vergleich aber nach wie vor auf einem niedrigen Niveau. Ein enormer Wertverlust ist daher eher unwahrscheinlich.“

Antwort aus 2025:
Der zwischenzeitliche Anstieg der Inflationsrate hat alle Erwartungen aus dem Jahr 2019 deutlich übertroffen, so Schäfer: „Schlimme Ereignisse wie die Energiekrise und der Ukraine-Krieg waren nicht vorherzusehen und hatten zwischenzeitlich die Inflationsrate auf ein Niveau getrieben, das wir seit Jahrzehnten in Deutschland nicht gesehen haben. Dementsprechend endete die Negativzinspolitik der EZB, so dass sich die Möglichkeiten zur rentablen Geldanlage wieder deutlich erweitert haben.“

Deutscher Wetterdienst

Dr. Andreas Walter, Presse und Öffentlichkeitsarbeit DWD

Unsere Frage aus 2019:
Der Kahlgrund war zuletzt immer wieder für Hochwasser anfällig. Wird sich die Katastrophenhäufigkeit und –schwere bis 2030 in unserer Region weiter verstärken? Wird es auch 2030 noch häufig sowie mengenmäßig ausreichend schneien, so dass Skifahren auf dem Engländer in Jakobsthal weiter möglich ist?

Antwort aus 2019:
Damals antwortet uns der Deutsche Wetterdienst: „Allgemein gehen wir davon aus, dass warme Luft mehr Feuchtigkeit speichern kann und daher dann auch im Zweifelsfall mehr Niederschlag mit einem Regenereignis fällt. Das würde die Gefahr von Starkniederschlagsereignissen erhöhen, besonders in den Sommermonaten. Natürlich kann es durch Starkregen auch zu einem Übertritt der Flüsse kommen, jedoch muss die Ursache für ein Flusshochwasser nicht am Auftrittsort direkt, sondern am Einzugsgebiet des Flusses liegen. Daher kann die Ursache räumlich getrennt sein. Es kann durch verstärkten Winterregen und zusätzliche Schneeschmelzen oder Abflüsse zu Überlagerungen der Abflussmengen kommen – und damit zu Hochwassern.“ Zum Schnee sagte der Wetterdienst: „Aufgrund der generellen Temperaturerhöhung gehen wir davon aus, dass Winterniederschlag öfter als Regen fallen kann (das sind Prognosen bis 2100), damit wären vor allem die tieferen Lagen betroffen.“

Antwort aus 2025:
Für den Kahlgrund wurde 2023 die Meldestufe für Hochwasserwarnungen nach oben angepasst – zum Beispiel von 170 auf 190 Zentimeter. Dies geschah, weil es in der Vergangenheit zu häufig zu Warnungen kam. Tatsächliche Hochwassermeldungen wären dadurch möglicherweise untergegangen. Zudem wurden neue Hochwasserhilfen bereitgestellt. „Was wir beobachten, ist, dass sich der Klimawandel – auch in Deutschland – in den letzten Jahren deutlich beschleunigt hat“, so der Deutsche Wetterdienst.

KW51 Zwischenstand Moembris Hochwasser

Staatliches Bauamt Aschaffenburg

Klaus Schwab, Behördenleiter Staatliches Bauamt Aschaffenburg

Unsere Frage aus 2019:
Zahlreiche Baustellen gehören zum gewohnten Straßenbild bei uns. Wird das 2030 anders sein?

Antwort aus 2019:
Klaus Schwab antwortet uns damals: „Ich denke, dass es auch im Jahr 2030 ähnlich viele Baustellen wie derzeit im Verkehrsnetz geben wird. Unsere Gesellschaft ist ungemein mobil und die Verkehrsleistungen steigen weiterhin. Die Verkehrsträger Straße – Schiene, Radweg, Gehweg müssen für diese Verkehrsleistungen ertüchtigt und in einen guten Erhaltungszustand gebracht werden.“

Antwort aus 2025:

Auch heute bleibt Klaus Schwab bei dieser Einschätzung.

Unsere Frage aus 2019:
Welche Großprojekte sollten bis 2030 wohl in der Region im Straßenbau anstehen?

Antwort aus 2019:
Klaus Schwab gab folgenden Einblick: „Wichtige Großprojekte in der Region Bayerischer Untermain sind die Projekte im Bedarfsplan für die Bundesfernstraßen:

• B 469, 6-streifiger Ausbau A3 bis Anschlussstelle Stockstadt

• B 469, 4-streifiger Ausbau A3 bis A 45 (Anschlussstelle Mainhausen)

• B 26, Ausbau Aschaffenburg – B 469 Darüber hinaus ist die Ertüchtigung der B 469 zwischen Miltenberg/Kleinheubach der Anschlussstelle Stockstadt ein ganz wichtiges Großprojekt. Die B 469 ist die Hauptschlagader für die meisten Verkehrsleistungen am Bayerischen Untermain. Hierfür muss diese Straße ertüchtigt werden.“ Lärmschutz ist vielerorts ein wichtiges Thema.

Antwort aus 2025:
Einige Streckenabschnitt der B 469 konnten bereits erneuert werden, so auch die grundhafte Erneuerung mit Ergänzung von Standstreifen zwischen den Anschlussstellen Stockstadt und Großostheim. Was allerdings noch etwas dauern wird, ist der 6-streifiger Ausbau bis zur Anschlussstelle Stockstadt und der 4-streifige Ausbau A3 bis A 45 (Anschlussstelle Mainhausen).

Auch bei der B 26 hat sich was getan: Ausbau der Darmstädter Str. in AB (Hafenzufahrt am Schönbusch) und Ausbau der Ortsdurchfahrt Hösbach in mehreren Bauabschnitten. Nach 2030 soll der Ausbau Aschaffenburg – bis Kreuzung mit AB 16 bei Stockstadt mit Radweglückenschluss erfolgen, der anschließende Abschnitt durch den Hübner Wald soll nicht ausgebaut werden.

Unsere Frage aus 2019:
Wo sollen Ortsumgehungen in der Region entstehen?

Antwort aus 2019:
Schwab sagte damals: „Der Bau von Ortsumgehungen verbessert nicht nur den Verkehrsfluss, sondern er ist die Grundvoraussetzung um in den hochbelasteten Ortsdurchfahrten die Situation für die Anwohner zu verbessern und die Aufenthaltsqualität in den oftmals historischen Ortskernen wiederherzustellen. In unserer Region sind folgende Ortsumgehungen vorgesehen:

• B 426, Ortsumgehung Mömlingen

• St 2309, Mainbrücke Kleinwallstadt (Ortsumgehung Kleinwallstadt)

• St 2309, Ortsumgehung Sulzbach

• St 2315, Verlegung bei Kirschfurt/Collenberg (Umgehung/Kirschfurt)

• St 2315, Ortsumgehung Stadtprozelten.“

Antwort aus 2025:
Zu Teilen konnten die Ortsumfahrten schon realisiert werden, so Klaus Schwab: „Bei den folgenden Planungsprojekten sind wir gut vorangekommen:

•St 2309 Ortsumgehung Kleinwallstadt (laufendes Planänderungsverfahren, Baubeginn für 2027 angezielt)

•St 2315 Verlegung bei Kirschfurt OT Collenberg mit Teilumgehung Freudenberg“

Bei den folgenden Vorhaben werden wir noch einen längeren Atem brauchen, so Schwab: „Diese Vorhaben werden erst nach 2030 in eine Realisierung gehen können:

• B 426, Ortsumgehung Mömlingen

• St 2309, Ortsumgehung Sulzbach

• St 2315 Ortsumgehung Stadtprozelten (in kommunaler Sonderbaulast)“

KW51 Zwischenstand Darmstaedterstrasse

Kreis Miltenberg

Unsere Frage aus 2019:
Der Ärztemangel ist ein Problem, das besonders den Kreis Miltenberg beschäftigt. Wird die (not-)ärztliche Versorgung im Landkreis auch 2030 noch gewährleistet sein? Der Einzelhandel in der Miltenberger Altstadt droht auszusterben. Hat die Stadt 2030 noch immer ein attraktives Angebot an Einzelhändlern?

Antwort aus 2019:
Landrat Jens Marco Scherf antworte uns damals: „Bis jetzt wurden gemeinsam mit den Akteuren des Gesundheitswesens verschiedene Bausteine entwickelt, um den anstehenden Generationenwechsel bei den Hausärzten/innen zu bewältigen. Dazugehören unter anderem die Schaffung eines Weiterbildungsverbundes für junge Mediziner/innen und das neue Projekt ‚mainlandarzt.de‘ mit verschiedenen Bausteinen zur Gewinnung junger Hausärzte/innen. In Anbetracht des Engagements aller Beteiligten blicke ich trotz schwieriger Rahmenbedingungen für den Landkreis Miltenberg positiv ins Jahr 2030, gerade auch angesichts einer Handvoll junger Mediziner/innen im Miltenberger Weiterbildungsverbund!“ Zum Einzelhandel antworte Scherf damals: „Mit der Initiative ‚Fair ®ional – einfach genial‘ fördern wir im Landkreis Miltenberg den fairen, biologischen und regionalen Handel. Letztlich entscheiden ganz besonders wir alle miteinander mit unseren täglichen Konsumentscheidungen, ob wir auch im kommenden Jahrzehnt noch einen attraktiven und leistungsfähigen Einzelhandel in unseren Orten haben. Im Internet bestellen und dann die Verödung unserer Ortskerne zu beklagen, ist zu kurz gegriffen.“

Antwort aus 2025:
Das Projekt „mainlandarzt.de“ läuft. Ärzte können hier ihre Angebote für Medizinstudierende hochladen und Stellenanzeigen veröffentlichen. „Tatsächlich hat sich an der Situation bezüglich des Ärztemangels sowie des Einzelhandels nichts geändert“, so der Kreis Miltenberg.

Unsere Frage aus 2019:
Der Bedarf an Krippen-Plätzen im Landkreis ist schnell steigend. Kann der Bedarf auch in elf Jahren noch gesättigt werden?

Antwort aus 2019:
„Zahlreiche Gemeinden und Städte reagieren derzeit mit hoher Intensität auf den zusätzlichen Bedarf der Familien. Sowohl das veränderte Berufsverhalten der Familien als auch die erfreulich hohen Geburtenzahlen haben zu einem deutlich größeren Bedarf an Krippen- und Kindergartenplätzen geführt, auf den derzeit mit einem Ausbau der Krippenplätze reagiert wird. Ich kenne im Landkreis Miltenberg keinen Bürgermeister, für den die gute Betreuungsqualität der Familien und ausreichend Krippen- und Kindergarten nicht Chefsache wäre.“

Antwort aus 2025:
Der Kreis Miltenberg antwortet uns heute: „Aufgrund der sinkenden Kinderzahlen ist mittlerweile nicht mehr von einem schnell steigenden Bedarf an Krippenplätzen zu sprechen. Somit hat sich die Situation derzeit entspannt.“

KW51 Zwischenstand Innenstadt MIL 1

Matthias Hartmann, Vorstand Viktoria Aschaffenburg

Unsere Frage aus 2019:
2018 ist Viktoria Aschaffenburg in die Fußball-Regionalliga Bayern aufgestiegen. Wie sollte sich der Verein sportlich bis 2030 entwickeln?

Antwort aus 2019 vom damaligen Vorstand Holger Stenger:
„Das sind ja nun noch elf Jahre und wir haben ja immer gesagt, dass wir die Viktoria in der 3. Liga sehen. Das ist ein ambitioniertes Vorhaben, aber wir glauben fest daran, dass wir das schaffen können, wenn wir weiterhin kontinuierlich arbeiten und, wenn wir es schaffen, die Unternehmen am Untermain noch mehr von uns zu überzeugen“

Antwort aus 2025 vom heutigen Vorstand Matthias Hartmann:

„Wir werden in der Regionalliga Bayern um die Meisterschaft mitspielen.“

Unsere Frage aus 2019:
Die Regionalliga Bayern ist zumindest eine semi-professionelle Liga, einige Vereine sind mit Profi-Abteilungen vertreten. Ist der SVA im Jahr 2030 auch ein Profi Verein?

Antwort aus 2019:
„Wenn wir unser Ziel erreichen wollen, dann ganz sicher. Aber bis dahin ist es ein harter Weg und zunächst müssen wir die Strukturen schaffen, um so etwas überhaupt möglich zu machen. Wir im Vorstand arbeiten nach wie vor ehrenamtlich und da sind wir bereits jetzt an einem Punkt, an dem wir klar erkennen können, dass wir die Grenze des Belastbaren erreicht haben. Es ist unglaublich zeitintensiv und im Grunde dreht sich das ganze Leben irgendwie nur noch um Fußball.“

Antwort aus 2025:
„Ich glaube eher weniger, dass wir bis dahin ein Profiverein sind.“

Unsere Frage aus 2019:
Das Stadion am Schönbusch ist nicht mit Flutlichtanlagen ausgestattet. Wird das im Jahr 2030 anders sein?

Antwort aus 2019:
„Ich will es sehr hoffen. Ein Flutlicht ist ja schon immer unser großer Wunsch, schon allein deshalb, weil Abendspiele sehr attraktiv sein können und man durch Abendspiele der Bundesliga aus dem Weg gehen kann. Desto mehr Zuschauer, desto eher lassen sich unsere Ziele erreichen und da wäre ein Flutlicht ein sehr wichtiger und richtiger Schritt. Wir arbeiten hervorragend mit der Stadt Aschaffenburg zusammen und vielleicht müssen wir ja gar nicht bis 2030 warten?“

Antwort aus 2025:
Mittlerweile gibt es die ersehnten Fluchtlichtanlagen. Hartmann freut sich: „Wir sind sehr froh über die neue Flutlichtanlage. Jetzt können wir freitagabends Spiele machen. Samstagnachmittag schauen viele Bundesliga, jetzt hoffen wir auf mehr Zuschauer am Freitag.“