Algorfa. Rund eine Stunde später als geplant ist Holstein Kiel am Sonntag in Alicante gelandet. Grund für die Verspätung war unter anderem, dass die Maschine, mit der sich der Störche-Tross zum Wintertrainingslager in Spanien aufmachte, aufgrund des Winterwetters erst enteist werden musste.

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Der Flug selbst verlief dann aber ohne Probleme. Nach dem Einchecken im Hotel „La Finca Spa & Golf Resort“ in Algorfa und einem kurzen Mittagessen ging es direkt zur ersten Trainingseinheit auf dem satten Grün. „Der erste Eindruck von der Anlage ist hervorragend“, sagte Störche-Cheftrainer Marcel Rapp.

In Spanien erwartete Holstein Kiel frischer Wind

Der 46-Jährige freute sich, dass trotz der Verzögerung beim Flug am Anreisetag eine erste Einheit möglich war. Die Reise von mehr als 1900 Kilometern macht sich wettertechnisch schon jetzt bezahlt – trotz leichter Anleihen am typisch norddeutschen „Schmuddelwetter“: Eine steife Brise, 14 Grad und ein paar Regentropfen in der sonst sehr sonnigen Region der Iberischen Halbinsel bedeuteten dennoch deutlich bessere Verhältnisse als an der heimischen Förde.

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„Jetzt wäre es in Kiel wahrscheinlich schon mit der Rasenheizung eng geworden“, mutmaßte der KSV-Chefcoach. „Hier haben wir eine andere Atmosphäre, einen anderen Platz und ein anderes Setting. Wenn wir den für morgen vorhergesagten Regen überstanden haben, soll es sonnig werden, und dann ist es perfekt.“

Jetzt wäre es in Kiel wahrscheinlich schon mit der Rasenheizung eng geworden

Marcel Rapp

Holstein-Trainer, mit Blick auf die Witterungsbedingungen

Kelati und Tohumcu fehlten mit grippalem Infekt

Personell musste KSV-Trainer Rapp kurzfristig leicht umdisponieren. Neben Alexander Bernhardsson, der sich aufgrund einer weiteren Fuß-OP zur Reha in Schweden aufhält, und Patrick Erras, der immer noch an den Folgen einer Gehirnerschütterung laboriert, fehlten beim ersten Spanien-Aufgelopp kurzfristig zwei weitere Spieler.

Neuzugang Umut Tohumcu und der erst vor kurzem ins Mannschaftstraining zurückgekehrte Andu Kelati reisten am Sonntag nicht mit nach Spanien. Beide hat in Kiel ein grippaler Infekt erwischt. Im Lager der Störche herrscht die leise Hoffnung, dass Kelati und Tohumcu am Dienstag an die Costa Blanca nachreisen können, um sich gemeinsam mit dem Team auf die Rückrunde vorzubereiten.

KSV-Trainer Rapp ließ Viererkette einstudieren

Am ersten Tag stand auf dem Platz Positionstraining auf dem Programm. Nach einer kurzen Aktivierung übte Rapp unter eigener Anleitung intensiv das Verschieben einer Viererkette sowie die dazugehörigen Laufwege der Mittelfeldspieler. „Ansonsten liegt der Fokus natürlich auf den zwei Spielen, die auf dem Programm stehen. Dabei werden wir auch mal mit einer Viererkette spielen“, verriet Rapp, der in der Hinrunde meist auf eine Dreierkette und offensive Außenverteidiger gesetzt hatte.

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Eine besondere Bedeutung wird dabei Rückkehrer Jonas Meffert zukommen. Der 31-Jährige wurde schon am ersten Tag von KSV-Chefcoach Marcel Rapp für Erklärungen zur Seite genommen. „Jonas wird aufgrund seiner Position und der Art, wie er Fußball spielt, ein Spieler sein, der unseren Rhythmus bestimmt“, unterstrich der Trainer noch einmal die Bedeutung des Neuzugangs, der am Sonnabend nach vier Jahren beim Hamburger SV an die Förde zurückgekehrt war.

Gut möglich ist zudem, dass die Störche während des Trainingslagers weiteren Zuwachs erhalten. Geschäftsführer Sport Olaf Rebbe reiste nicht mit den Spielern an, sondern erst am Dienstag gemeinsam mit Wolfgang Schwenke, dem kaufmännischen Geschäftsführer der KSV, nach. Offiziell gab der Klub für die Abwesenheit des 47-Jährigen Termine in Deutschland an. Ob Rebbe am Dienstag mit einem weiteren Neuzugang für den Zweitligisten im Flieger sitzen wird?

KN